Band 
Erster Band. [Erste Periode.]
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111
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I

III

i. Allgemeine Physik.

und Würfel der Entfernungen einiger Planeten; al-lein ei» Rechnungsschler war dießmal feinem Wunscheentgegen. Endlich am i sten May 1618 entdeckte erglücklich, daß sich ein beständiges Verhältniß zwischenden Quadratzahlen der Umlaufszeiten und den Cnbik-zahlen der Entfernungen zweyer Planeren von derSon-ne finde. Diese seine Entdeckung machte er sogleichbekannt u ).

Diese drey Regeln wurden von den Astrono-men mit vielem Beyfall aufgenommen, und trugenviel dazu bey, das copernicanifche System zn bestäti-gen. Sie sind, wie Newton co Jahre darnachbewiesen hat, als nothwendige Folgen aitö den Ge-sehen der Ccntralbewegnng und der Gravitation anzu-sehen. Ihre Gewißheit ist durch nachherige Beobach-tungen so fest bestätigt, daß mau sie ohne alles Miß-trauen bey neue» Bestimmungen zu Grunde legt,wenn andere Mittel fehlen.

Es wird nun noch nöthig seyn, kürzlich anzu-führen, wie damals einige Einwürfe gegen das Co-pernicanifche System beantwortet worden sind, unddie Gründe, welche besonders für Las copernicanischeSystem sind, zu zeige». Den Einwarf des Tycho,daß es bey angenommener Bewegung der Erde unbe-greiflich sey, daß ein schwerer Körper von einem Thur-me fallen gelassen, genau am Fuße desselben niederfalle,da doch unterdessen der Thurm weit gegen Morgenfortgerückt sey» müsse, beantworten Galilei undKepler mit Recht so, daß alles, was der Erde zu-gehöre, sich mir derselben auf gleiche Art bewege, daßmithin die in der Luft schwebenden Körper in Rücksichtunserer Erde alö ruhend angesehen werden müssen, und

Häher

u) Epitome astronomias Copernicanae. Lincti 161S- 8-Harmonicae mundi iibriV. Lmc. 161g. toi. p. 109.