118 I. Geschichte der Physik bis zu Cartesius .
diese Vorrichtung hatte er das Vergnügen, die Errscheinnngen mehreren seiner College» zu zeigen, wo-durch sie bald bekannter wurden. Da man aber dieSonne nach der damaligen aristotelischen Physik fürdas reinste Feuer hielt, so wollte der Provinzial desOrdens Theodor Busäus die Entdeckung derSonnenstecken nicht ohne Behutsamkeit bekannt ma-chen lassen. Daher übersandte Scheiner seine er-sten Beobachtungen an den gelehrten Patricier zuAug-spuret Markus Weiser, der sie ohne Mitwirkungdes Verfassers öffentlich bekannt machte ^). Nichtlang" darauf folgte eine Fortsetzung dieser Beobachtun-gen °). Scheiner erhielt nachher eine» Ruf nachNom, wo er seine Beobachtungen über diesen Gegen-stand mit unermüdetem Fleiße fortsetzte, und sie end-lich nebst den Folgerungen daraus in einem grosienWerke beschrieb d ), welches über 2000 Beobachtungenabbildet, und von den Astronomen mit nngemcineiuBeyfall aufgenommen wurde.
An die Ehre der Entdeckung der Sonnensteckenmachte auch Galilei Ansprüche. W c l se r harteScheinerö Briefe am 6ten Jan. 1612 an ihn ge-schickt. Galilei machte einige Erinnerungen da-rüber
b) Tres epistolae de maculis solaribus scriptae ad Mare.Velstrum , cum observationum iconismis. August. Vin-del. r612. 2 plag. 4.
e) De maculis solaribus et stellis circa Jovem errantibusaccuratior disquisitio ad Mare. Velsernm perscripta.August. Vindel. 1612. 4. 52 Seiten mit irKupf.d) Rosa Vrsina s. sol ex admirando facular. et macular.suar. Phaenomena varius, nec non super palos propriosmobilis a Ckrifl. Sehe inero. Gerra. Suevo e S. I. Brae-ciam 1630. sol.