i5o I. Geschichte ver Physik bis zu Cartesius .
me in Ansehung ihrer Eigenschaften noch gar nichtweiter untersucht. Obgleich einige wenige die Schwe-re der snft erkannt hatten', so waren sie doch nicht soglücklich, diejenigen Erscheinungen, welche davon ab-hängen, daraus abzuleiten, wie.bereits schon linterdem Artikel, Gleichgewicht ti n t> Bewegungder tust ist angeführt worden. Entdeckungen derchemischen Eigenschaften der tust können erst in derFolge angezeigt werden. In diesem Artikel werde ichblos anführen , auf welche Art man die Höhe des Luft-kreises zu bestimmen gesucht hat. In der angenomme-nen Epoche war aber noch keine andere Methode, dieHöhe des tuftkreists zu finden, bekannt, als die, wel-che schon der Araber Alhagen a ) vorgetragen hat,und welche sich auf die Theorie der Dämmerung grün-det. Man nimmt nämlich vermöge der Erfahrungan, daß so wol die Morgen- als Abenddämmerungstart finde, wenn die Sonne eine senkrechte Tiefe vonohngefähr 18° nncer dem Horizonte des Ortes,erreichthabe. Es sey nämlich (fig. 20.) lba der Horizontfür den Ort a, und es komme der lehre Strahl derSonne ba beym Ende der Dämmerung dem Beobach-ter in a ins Auge, so findet sich folglich die Sonnebereits 180 unter dem Horizonte lba. Der lehreStrahl der Sonne trifft also den Horizont lba un-ter dem Winkel Ibi' — r zo, und wird von der äuftbey b nach a hingeworfen, so daß sbc = cba.Mau hat aber cba — J abf = \ (<8o° — sbl)
— 90° — ^ sbl, und den Winkel c = 90° — cba
— \ sbl = 9 0 . Daraus ergiebt sich in dem recht-winklichten Dreyecke acb
bc : ca — sec. 9 0 : fin, tot. ~ sec. 9 0 :1,
und
a) De crepusculis, prop. ult. in Risneri thesaur. optic,bas. fei.