196 I. Geschichte dee Physik bis zu Cartesius .
da eS die Gegenstände verkehrt darstellte, so hobenauch schon Kepler und Scheiner dieser Unberquemlickkeid dadurch abzuhelfen gesucht, daß ste mitdem ersten Okularglase noch ei» zweytes erhabenesOkularglas zu verbinden anriechen, durch welchesletztere das Bild des Gegenstandes wieder verkehrtgemacht und der Gegenstand aufrecht dargestellt wird.Diese Anordnung von Fernrohre» aus drey Gläsernhat aber keinen Benfall erhalten. Nicht lange dar-auf verfiel endlich der P. Anton Maria de Rhcirta e ) darauf, lieber drey Oknlarglaser anzuordnen,welches Fernrohr auch weit bessere Dienste leistete,als das Kcplerifche mit zwey Oknlargläfern, und denNahmen des Erd fern roh rs oder Erdrohrserhalten hat.
Es ist nun noch nöthig, einen kurzen Begriffvon dem astronomischen Fernrohre und dem Erdrohrezu geben. In dem Slernrohre (fig. 29.) wird durchdas Objektivglas ab ein umgekehrtes Bild 99 desweil entfernten Gegenstandes kl im Brennpunktedesselben gemacht. Die von dem Bilde pq wiederausgehenden Strahlen werden von dem erhabenenOknlarc gk von kürzerer Brennweite eg aufgefan-gen , und alle die von q herkommenden Strahlen ge-hen nach der Brechung im Okulare mit der geradenLinie qr durch den Mittelpunkt des Okulars paral-lel, so wie die von den Punkten p ausgehenden Strah-len mit der geraden Linie pgt parallel werden. Wenndaher ein mittelmäßig gutes Auge seine Stelle in ohat, wo sich die Strahlencylinder durchkreuzen, sowird es das Objekt kt deutlich aber verkehrt sehen,weil es das verkehrte Bild des Gegenstandes betrach-tet.
e) Oculus,