430 II. Von Cartesilis bis Newton. . .
menteS zu denken. Man änderte es zuerst dahin ab,daß mau die Röhre am untern Theile krümmte, sv daßsie die Form eines Hebers hatte (fig. und da,
her auch ein heberförmigcS Barometer oderHe derbaromecer heißt. Bey diesem Barometerwurde die Quecksilberhöhe von der horizontalen Ober,stäche gh des Quecksilbers in dem kurzen Schenkelgerechnet. Wenn nun beym verminderten Drucke derAtmosphäre das Quecksilber in dem längen« Schenkelvon d bis c füllt, so muß eS nun in den kürzern ebenso hoch, wenn die Röhre gleich weit ist, von g bisf steigen. Weil aber die Schwere des in dem kürzernSchenkel in die Höhe steigenden Quecksilbers entgegenwirkt, so kann das Quecksilber in dem länger» Schen,kei nicht so tief herabsinken, als es vermöge des ver-minderten Druckes der Atmosphäre Herabsinken müßte.Aus dieser Ursache wurde diese Einrichtung des Bairometerö bald wieder verachtet.
Man kam auf die erste Einrichtung wieder zuirück, und kittete entweder an die Torrikellische RöhreLas Gefäß mit dem Quecksilber unmittelbar an, tvi'ees die fig. s6. vorstellt, oder man krünstnte die Roh--re, und schmolz an ihr ein oben offenes glaffrn'eskugelförmiges Gefäß an, wie es die fig. ^7. zeigt/um Las bey vermindercem Drucke der Atmosphäre inder tätigern Röhre herabfallende Quecksilber wegen deS^SkeigenS in der kleinern Röhre nickt so sehr zurück^zu hallen, daniit es sich in dem wettern Raume deikKugel ausbreite», und dadurch die Höhe in derselben'unmecklich vermehren könne. Hierdurch erhielt maiiden Vortheil, das Barometer an ein Bktk zu best?st,gen, und mittelst einer an selbigem angebrachtenSkale das Fallen und Steigen des Quecksilbers, zu