76 V. Von Priesiley bis aufd. neuesten Zeiten.
Chladni's Meinung unter den Begriff der Feuerkn»geln gehörten, und wovon mannichmal in einer einzi»gen Nacht mehrere Tausend gesehen werden könnten?Er wolle die Glaubwürdigkeit aller der Erzählungenvon Steinen, die in Gegenden, wo es keine Vulkanegebe. voin Himmel gefallen sind, nicht in Zweifelziehen, ungeachtet auf die Form der Beobachtung eingroßer Theil der Wahrheit ankomme, und bey denmeisten dieser Vorfälle keine eigentlichen Physiker odergebildete Menschen, sondern gemeine Landbewohnerdie Augenzeuge» wären, lauter Personen, welche nichtgenau genug beobachteten; aber durch alle diese histü»rischen Belege lasse sich gar nicht erweisen, daß nurzuweilen, viel weniger mit jeder Feuerkugel oderSternschnuppe ein kosmischer Körper auf unsern Erd»ball herabstürze. Nach den, Steinregen bey Siena habe man in der Nähe benachbarter Vulkane, z. B.des Xäonte rvtcinöo, welcher gerade um diese Zeit ge-spieen habe, mehrere unverkennbareAuSwürflinge gefnn»den welche sich bloß dadurch, daß der Schwefel in ihnenmangelte, von den zu Siena aus der Luft Herabgefalle-nen Steinen unterschieden. Daß die nach Chladniund Andern auf die Erde herabgestürzten Eisenmassenvermittelst der Reibung in der Lust so weit erhihr wor-den sind, daß siezn,» Schmelzen gekommen wären,sey nichts weiter, als leere Einbildung.
Der Zustand des Brennens, worin sich die ge»wohnlichen Feuerkugeln befänden, gebe einen unum-stößlichen Beweis, daß in den allermeisten dieser me-teorischen Körper weder geschmolzenes Eisen, noch biszum Glühen erhitztes Gestein vorhanden seyn könne;denn eö sey schlechterdings dem Laufe der Natur zuwi-der, daß «in in Brand gerathener und bis zum Schwel,
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