i42 V. Von Priestley bis auf d. neuesten ZeiLen-
Die meisten Naturforscher suchen die Ursache die,ser Erscheinung darin, daß die Wärme in dem Wasserin eingeschlossenen Gefäßen länger zurückgehalten werde,als bey der Berührung der freyen tust.
Gewöhnlich nimmt man an, daß das Eis gleich»fLrmiger und durchsichtiger wird, wenn man dasWasser vor dem Gefrieren von der Luft reinigt, wel,che darin enthalten ist. Dieses kann man entwederdurch Kochen des Wassers oder durch Auspumpn,unter der Glocke einer Luftpumpe erhalten. AlleinLtchtenberg °) führt einen Versuch an, welchen eram lZten Decemb. 178z bey einer großen Kälte an»stellte; er ließ Wasser, welches er sowohl durch Kochenals Auspumpen von Luft so weit gereinigt hakte, alses ihm mit einem sehr guten Instrumente nur immermöglich war, im Vacuo gefrieren. Der Erfolg warsehr frappant, das Gas, worin das Wasser sich be-fand, war, wie sonst gewöhnlich ist, zerbrochen, al-lein das Eis, anstatt durchsichtiger als anderes zuseyn, stellte fast einen bloßen Schaum vor, ja dieganze Masse war in der Mitte durch eine große Blase,die sich von einer Seite des Gefäßes nach der an»deru erstreckte, getheilt. Lichtenderg schließthieraus, daß er zwar glaube, daß die im Wasser ein-geschlossene Luft einigen Antheil an der Ausdehnungdes Eises beym Gefrieren habe; allein daß dieser Luftdabey alle« zuzuschreiben sey, sey ihm sehr zweifelhaft.Hiernächst fragt er, welches ist das wahrscheinlichste:i. ist da« Wasser noch nicht ganz rein von Luft gewe«sen, und daher der Schaum nur deßwegen entstanden,weil die noch in dem Wasser befindliche Luft nunmehr
im
0) Er rieben, Anfangsgründe der Naturlehre. §.426.
Anmerk.