154 V. Von Priestley bis aufd. neuesten Zeiten.
rin halber Cylinder geformt ist, wird so heiß, alsohne Zerfprengung der Glocke möglich ist, unter fei»bige gebracht, das Hygrometer hineingehangen, unddie Communicatio» mit der äußern Luft am unternRande durch Quecksilber abgeschnitten; hierauf läßtman alles sich abkühlen. Das Zeichen der vollkom-mensten Trockenheit ist dieses, daß sich das Haar durchdie Wärme verlängern muß. Ein ganz völlig trocke-nes Haar wird, wenn die Wärme t Grad Aende-rung leidet, um >9 Milliontheile feiner ganzen langeausgedehnt. Uebrigens wird die Theilung, weichevoin Punkte der größten Trockenheit bis zum Punkteder größten Feuchtigkeit geht, entweder in Grade de-Kreifes, oder in too Theile des Raums gemacht.
Durch sorgfältig angestellte Versuche fand deSaussüre, daß t Cubikfuß tust, bis auf den 8tenGrad feiner Skale ausgetrocknet, bey 14 bis iz GradTemperatur, nicht mehr als 11 Gran Wasser in sichnehmen könne, und meint dabey, daß diese MengeWasser in der freyen tust noch geringer sey.Gieng die Lust bey 14 bis 15 Grad Wärme von dergrößten Trockenheit bis zur höchsten Feuchtigkeit über,so nahm ihre Elast>cttäi um zu, und das Mano-meter stieg darin von 27 Zoll bis 27 Zoll 6 Unten.Durch diese Bestimmungen zeigt er nun, wie man dieabsolute Quantität des in der tust anzutreffendenWassers finden könne, nimmt aber auch dabey aufden Grad der Warme Rücksicht, weil die nämlichetust bey anderer Wärme eine ganz andere Wirkung aufdas Hygrometer hat. Zuletzt gesteht er, baß feineVersuche doch noch nicht vollkommen genug sind, undnoch mehrerer Berichtigung bedürfen.