2. Besondere Physik, e. vom Wasser. 15$.
Das Haarhygrometer de Sauffüre's hat derMechanikuS Riche in Paris y ) so abgeändert, daßstatt eines einzigen HaarS 8 mit einander verbundenwerden, welche ihre Kräfte nach oben zu in einen einsztgen Punkt vereinigen. Auf solche Art soll die Rei»bung des Zapfens, welcher den Zeiger trägt, besser,als durch ein einziges Haar, überwunden werden.
DeLüc*) machte viele Einwürfe gegen die Be<stimmung der festen Punkte, und überhaupt gegen dieBrauchbarkeit des Menschenhaars zum Hygrometer.Er glaubte, die größte Feuchtigkeit mußte nothwendigdurch völlige Einfenkung in Wasser bestimmt werden;und zur Austrocknung der Luft hält er den Gebrauchdes Kalks für weit besser.
Im Jahre 178z gab die churpfälzifche Akademieder Wissenschaften zu Mannheim eine Preisfrage auf,weiche die Verfertigung übereinstimmender Hygrometerbetraf. Diesen Preis erhielt Chiminello, Astro»nein zu Padua , welcher einen Federkiel, der mitQuecksilber gefüllt ist, zum Hygrometer vorschlägt,den Punkt der größten Feuchtigkeit durch Einsenkungin Wasser bestimmt, und den andern festen Punktdurch Aussehnng des Instruments an die Sonne beyeiner mittleren Trockenheit der Atmosphäre, und bey2s Grad Wärme nach Ncaum. zu erlangen glaubt a ).
Auch
y) Letfre de M.- Sage ä M. de la Metkerie &c. im Jour-nal de phyfique. 1789. p. 58 . übersetzt in Gren'jJournal der Physik. D. I. S. 150 f.
z) Neue Ideen über die Meteorologie. Th. l. Cap. 3,S. 27.
a) Richerche sulla comparabilita dell’ Igrometro, memori»del Chiminello &c. Traduzione dal Fraiuese, cavata dalgiorn. encycl. di Vicenza. Vicenza 1785« 8 . S. 8 t,