202 V. Von Priestley bis aufd. neuesten Zeiten.
andern Umstand bisweilen noch eine Zeitlang in Ge »stall der Bläschen zurückgehalten werden.
Eine andere Theorie des Regens hat D. JamesHntlo»*) vorgetragen, welche sich auf diesen Saßstützt: daß, wenn zwey Luftwaffen von verschiedenenTemperaturen sich nut einander vermischen, die Feuchtligkeil der neuen Masse größer sey, als die mittlerezwischen den Feuchtigkeiten, welche die beyden vereinig-ten Massen einzeln hatten; oder welches einerleyist, daß die Verdunstung in einem größer» Verhalt.'Nisse zunehme, als die Wärme. Aus diesem Saheerklärt Hut ton zuerst die Erscheinung des AchmenSder Thiere und des Dampfs vom siedenden Wasser,welche beyde nur in feuch'er oder kalter tust sichtbarwerden; und hernach die Erfahrung von Mauper,tu is, baß zu Tornea, indem er eine Thür öffnete, dieäußere tust sogleich die heißen Dämpfe des Zimmersin Schnee verwandelte, welche tn dicken weißen Wir»bel» erschienen. Dieser Theorie gemäß entsteht beyjeder Vermischung von Luft unter verschiedenen Tem»peraturen ein Nieberschlag, welche Ursache Huttonfür hinreichend hält, um alle Erscheinungen deö Re»genS davon abzuleiten.
Dagegen hat aber de Luc *) beyden Theorienviel entgegengesetzt. In Ansehung der Theorie deSaussüre's führt er an, daß nach des lehkcrneigenen Versuchen die mit Dünsten gesättigte Lufebey der Temperatur von ungefähr -j- i6° Reaum.