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Achter Band. [Zweyte Periode, dritte Epoche, zweyter Abschnitt.]
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220 V. Von Priestley bis aufd. neuesten Zeiten.

stungStheorie vertragen, sobald man alles aus demwahren Gesichtspunkt« betrachtet, und nicht von demHygrometer mehr verlangt, als was es seiner Naturund Beschaffenheit nach anzeigen kann. So wenigdieses Werkzeug die Gegenwart des Wassers in demWasserdampfe, wenn er 212 Fahrenh. Grad heiß ist,anzeigen kann, und so gewiß es ist, daß es in diesemDampfe vollkommene Trockenheit zeigt, ungeachtetdie Theilchen des Wassers in diesem Dampfe doch im,mer als Wasser enthalten sind; eben so gewiß ist eSauch, daß das Wasser, ohne seine Natur verändertzu haben, mit der Luft verbunden seyn kann, ohne daßes seine Gegenwart dem Hygrometer offenbarte.

Hübe') führt gegen die Verwandlung der Luftin Wasser folgende Gründe an: würde die Luft wirk,lich in Wasser verwandelt, so müßten durch die Bil,düng der Wolken leere Räume entstehen, in welche dieangrenzende Luft von allen Seiten her mit Gewalt stür»zen würde. Es müßte daher die Entstehung derWolken allemal mit Stürmen verbunden seyn, welchean dem Orte, wo sich die Wolken bilden, zusammen»stießen. Dieß ist aber wider alle Erfahrung. Dennman sieht sehr oft die dicksten und schwersten Gewölkssich in einer ganz ruhigen und stillen Luft zusammen»ziehen, ob sie gleich nachher, wenn sie sich bereits ge»bildet haben, Winde veranlassen. Ferner müßte derDruck der Atmosphäre allemal beträchtlich abnehmen,wenn sich die Luft in Wasser verwandelte, und die,ses auf die Erde herabfiele. Das Barometer müßtealso nach anhaltendem starken Regen allemal sehr merk»

lich

l) Ueber die Ausdünstung und ihre Wirkung in der Atmo-sphäre. Leipzig 1792. 8. XVI. Kap. S.Z27.