393 V.Von Priestley bis auf d. neuesten Zeiten.
Elektricität angegeben. Zuförderst führt er an: esscheine uns diese Entdeckung auf ein allgemeines Na»turgefttz zu führen, nämlich, daß die Capaciräk desWassers und anderer Flüssigkeiten, elektrische Mal«terie zu halten, zunehme, wenn mau sie in elastischeDämpfe auflöse, hingegen geringer werde, wenn manihnen ihre erste flüssige Gestalt wieder gebe. In demersten Falle also würde» sie außer ihrer natürlichennoch etwas mehr Elektricität aufnehmen, mithin dieKörper, mit denen sie etwa in Berührung kommenmöchten, in einem negativen Zustande verlassen; indem zweyten Falle hingegen etwas von ihrer natürli-chen Elektricität abgeben, folglich würden die Körper,die sie etwa berühren möchten, in einen positiven Zu-stand verseht werden.
Die Resultate von allen Versuchen, die man ei-nige Jahre nach jener Entdeckung über die Verdam-pfung angestellt habe, ließen sich sehr gut mit demvorhin angeführten allgemeinen Naturgesetze vereini-gen; doch habe man zwey merkwürdige Ausnahmenentdeckt, welche nicht nur jenem Gesetze gerade zuwidersprächen, sondern auch hauptsächlich eine weilinnigere Verbindung der elektrischen Materie mit an-dern Körpern zu beweisen schienen.
Die erste Ausnahme wurde im Jahre 179280»dem Hrn. Jvf. GardiniProf. zu Mantua , be-kannt gemacht. Dieser hatte nämlich bemerkt, wenner Wasser auf einem rothglühenden rostigen Eisen ver-dampfen ließ, daß das Eise» positiv elektrisch wurde;stellte er hingegen den Versuch mit einem reinen StückEisen an, so zeigte es sich nachher negativ elektrisch.
Als
l) Diss. de electrici ignis natura. Mantuae 1793. 4 *k>- "4-