$i2 V. Von Priestley bis aufd. neuesten Zeiten.
derselben Art in die Röhre zu lassen, bis keine Ver»Minderung mehr erfolgte. Hierauf ließ er noch ein werrüg dephlogisttsirle, und nachher ein wenig gemeinetust hinein, um zu sehen, ob das Aufhören der Ver»Minderung etwa daher käme, weil die beyden Lufrgat»tungen nicht in dem gehörigen Verhältnisse vermischtworden wären; allein es erfolgte nichts. Als er nun»mehr die Seifensiederlauge aus der Röhre gegossenUnd von dem Quecksilber gesondert hatte, Achten sievollkommen neutralisirt zu seyn; denn sie verändertedie Farbe von Papier, das mit einer Tinktur vonblauen Blumen gefärbt war, ganz und gar nicht.Nachdem er sie hierauf hatte abdunsten lassen, bliebetwas Salz zurück, offenbar Salpeter, wie man dießaus der Art sehen konnte, auf welche Papier, dasman in eine Auflösung davon getaucht halle, brannte.Zu mehrerer Ueberzeugung wiederholte er diesen Ver«such mit einer größern Röhre, und*der Erfolg warder nämliche. Die dephlogistisirt« Luft dabey warnicht aus Salpeter, sondern aus mineralischem Turrbtkh gezogen.
Diese Versuche wurden von van Marum'')wiederholt. Anstatt des von Cavendifh gebrauch»ten HeberS bediente sich van Marum einer einfachernVorrichtung, nämlich eines gläsernen Cylinders von£ Zoll im Durchmesser, der an dem einen Ende ver»schlössen war. Durch dieses verschlossene Ende desCylinders ging ein Etfendrath von Zoll im Durch,Messer , der zum Leiter diente. Dieser Cylinder wurdemir Quecksilber gefüllt, »nd alsdann die gemischte tusthineingelassen, welche sich über das Quecksilber erhob.
Uebri»
h) Beschreibung einer Elektrisirmaschine. Iste Fortsetzung.
S. 36 f.