2. Besondere Physik. §. von d. Elektricität. 567
kannte Naturoperationen elektrisches Fluidum selbstgebildet, und wiever zerseht werde. Zuerst bemerkter, daß die de Saussüresche Beobachtung, nach wel,cher beym gewöhnliche» Wetter die lusrelektncirät vonSonnenaufgang bis zu einer gewissen Stunde desTags zunehme, verbunden mit der allgemeinen Be»merkung, daß die Gewitter nur dem Sommer zuge«hören, auf die Vermuthung leite, daß die Sonnen»strahlen an der Bildung des elektrischen Fluidums,oder doch wenigstens des fortleitenben Fluidums An»theil haben mögen, wenn auch ihr Einfluß daraufnoch nicht ein unmittelbarer seyn sollte. Hernach nehmeVolta an, daß der positive Zustand der Elektricitätdaher rühre, weil ein heißer Körper, von welchemWasser verdunste, negativ werde, mithin der aufstei«gende Dampf positiv seyn müsse. Allein de Saus»füre habe gezeigt, daß dir Verdampfung Eisen undKupfer positiv mache, und sey auch selbst hierdurchbewogen worden, eine in der Natur vorgehende Zu»sammensehung und Zersetzung des elektrischen Flui»dunis zu mukhmaßcn. Vorzüglich aber setzt b e tueder Meinung Volta'6 folgende Gründe, die er ausmeteorologischen Beobachtungen hergenommen hat,entgegen. Er sagt, wenn das elektrische Fluidumdurch Verdunstung aus dem Boden in die Atmosphäreüberginge, und feine Rückkehr zu dem Boden wiederstatt fände, wenn sich die Dünste in Wasser verwan»Leiten, so müßte es bey allen starken und piötziichrlrRegengüssen Donnerwetter geben, indem sich bey derschnellen Bildung des Wassers das elektrische Fluidumeben so häusig olS bey Donnerwettern entbindenmüßte; allein es gibt beständig häufigere Platzregenohne Gewitter, als mit solchen. Auch müßte jederRegen merkliche Zeichen positiver Elektricität geben,
Nn 4 welcher