612 V. Von Priestley bis aufd. neuesten Zeiten.
Alle diese Erscheinungen nahm er auch bey an»dern eben so präparirken Thieren wahr. Er war selbstneugierig zu erfahren, ob die atmosphärische Elekrri,cität auf die präparirken Ljliedmaßen den nämlichenEinfluß hätte, als die künstliche Elektricität der ge»wohnlichen Elektristrmaschinen. Zu dieser Absichtführte er einen Leiter von der Spihe eines Hauses biszu dem präparirken Thiere, welches bald in freyer Luftauf einem Tische lag, bald in einem gläsernen Reci»pienten eingeschlossen war. Bey dieser Vorrichtungthaten Blih und Donner die nämliche Wirkung, wiedie Funken aus der Elektrisirmaschine. Es wurdeeben dieß Zusammenziehen bemerkt, welches nach derEntfernung und Stärke des Blihes bald stärker baldschwächer war. Hierbey wurde nun noch der bkson»dere Umstand wahrgenommen, daß sich die Glied»maßen nicht bey jedem Donnerschlage einmal zusam»Menzogen, sondern mit einer gewissen Art von Zit«lern oder auf einander folgenden Verzückungen befallenwurden, welche der Zahl nach dem wiederholten Gerrose des Donners gleich waren; ein Beweis, daß dasRollen des Donners von keinem Echo, wie man sonstglaubte, herrühre.
Noch auffallender war es ihm, daß er diese!»bm Bewegungen, dieselben Verzuckungeu u. s. f. fasteben so lange an todten als an lebenden Thieren ohneHülfe von anscheinender Elektricität hervorbrachte.Er trennte nämlich bey einem gerödteten Thiere einenNerven von den Theilen, die ihn umgaben, hieraufentblößte er die Muskeln, welche zu jenem Nervengehen, von der Haut, nahm sodann ein Stück Metall,z. B. einen Drarh, und berührte mit dem einen Endedesselben den Nerven und mir dem andern die Mus«
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