2 . Besondere Physik. §.vond. Elektricität. 6r z
keln, und fand, daß sich die Muskeln eben so bewegten,als wenn eine gewisse Menge Elektricität durch sie hin»durchgegangen wäre. Alle diese Erscheinungen erfolg»ten, das Präparat mochte auf einem ifolirten Ge»stelle liegen, oder mit der Erde in Verbindung stehen.Wurde hingegen die Verbindung zwischen dem Ner»ven und den Muskeln nicht durch Metall oder andereLeiter der Elektricität, sondern durch nichkleikeude Kör»per, z. B. Glas, Siegellack, Oel u. f. bewerkstelligt,fo wurde keine Bewegung wahrgenommen.
Auf diesen und mehreren andern Thatsachen grün»dete Galvani eine neue Theorie der Muskelerregunzdurch Meiallreitz, welche er mir vielem Scharfsinn dar-stellte, die aber durch nachherige Erfahrungen als nichtgenügend anerkannt wurde. Er nahm nämlich an.Laß die Muskeln gleichsam geladene Flaschen wären.Leren Innere« -f- E, die äußere Oberfläche hingegen— E besitze. Nach ihm vertreten die Nerven die Stelleder Leiter, welche das -f- E des Innern zu der äußernFläch- führen, auf welcher es im Augenblicke derWiederherstellung des Gleichgewichts Reih und Zu«fammenziehung erregen soll. Dabey nimmt er aberauch an, baß zwar die innern Theile der Nerven anSeiner leitenden Substanz bestehen, die auswendigenaber von einer ifolirenden Materie umgeben sind, wel«che jedoch unter günstigen Umständen den Uebrrgangder elektrischen Materie nicht hindere.
Gatvani's Versuche wurden sehr bald in Jta»Neu nachgemacht und fortgesetzt. Einer der ersten,welcher sich damit beschäftigte, war E u se b i u s V a l l i,Arzt zu Pifa '). Er machte feine Erfahrungen im
Jahre
q) Journal äs physicjue. Toni. 41.
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