2. Besondere Physik, g. von d. Elektricität. 627
Frosches, der zwischen den beyd'N Händen gehaltenwird, werden heftig in Zuckungen verseht.
Hier glaubt V olta, durchlaufe nnd durchströmedas elektrische Fluidum diese ganze Kette von Perso«Neu; warum aber diese keine Erschütterung in den Ar«Men verspüren, darauf lasse sich leicht antworten,daß der Strom dazu nicht hinreichend stark und heftigsey; daß er es aber genugsam ist, um diejenigen Ner»ven, welche empfindlich genug sind und durch welcheLas gesammelte und verdichtete Fluidum geht, zu uci«tite», nämlich die Nerven des Geschmacks, die aufder Spihe und an den Rändern der Zunge beynahebloß liegen, die des Gesichts auf dem Böden des Au«ges und die Cruralnerven des präparirren Frosches, diesich alle bey dem angeführten Versuche im Durchgangsdes elektrischen Stroms befinden.
Kann aber Las, frägt er, was hier eine thieri»fche Elektricität anzeigt, wohl eine den Organen eigen»rhümliche und ursprüngliche genannt werden? Sey«S nicht vielmehr weit wahrscheinlicher, daß dicke fichbloß leidend verhalten, bloß fthr kiupfiudiiche El.ktro»Meter find, und daß dagegen eigentlich die Metalleactiv sind? daß nämlich bey Berührung der lchterndem elektrischen Fluidum ein Impuls gegeben werde,daß überhaupt diese Metalle nicht bloße Condnkcoren,ober Leiter, sondern wahre Erreger der Elektricitätsind? Ueberhaupt sey es ganz offenbar, daß hier al»leü von den Metallen und von deren verschiedenenBeschaffenheit abhänge, indem eS zum Gelingen deeVersuche nothwendig ist, daß beyde Metalle ungleich»artig seyen; anstatt also thierische Elektricität znsagen, hätte man eben so gut ein Recht, sie metal»lisch« Elektricität zu nennen.
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