2. Besondere Physik. §. von d. Elektricität. 63 3
Metalle oder zwey Enden desselben MetallsiückS zurErregung starker oder schwacher Contraktionen undBewegungen in dem nach seinerArt präparirten Froschedienen, die Erregung des elektrischen Flnidums nurdurch die Organe des Thiers selbst bewirkt werde, unddaß folglich die wahre thierische Elektricität in dem vonihr genommenen Sinne noch bestehe; so antwor«tet Volta: er läugne, daß solche Metalle vollkom«men und durchaus gleich sind, durch welche die ge«nannten Effekte erhalten werden, und behauptet, daßsie entweder in der Wärme, oder in der Härte, oderin der Politur und dem Glänze verschieden sind, in«dem diese Umstände nicht wenig Einfluß haben, undin Ansehung der Kraft, das elektrische Fluidum imWasser oder in den berührenden feuchten Körpern inBewegung zu sehen, keinen geringern Unterschied zu«wege bringen könnten, als die verschiedene Beschaffen«heit einiger Metalle thut.
Es ist außer Zweifel, sagt Volta, daß dieEmpfindung, welche die Zunge von einer bekanntenGalvanischen Operation erhält, von einem Stromeelektrischer Flüssigkeit herrührt, indem man ganzdieselbe Empfindung vom sauren Geschmack erhält,wenn man die Spitze der Zunge an den positiv elektri»sirten Conduktor der Maschine hält, oder auch in dasWasser eines damit verbundenen Gefäßes steckt. Eineandere sehr merkwürdige Thatsache sey, daß, wennman den Versuch umkehre, und das Silber statt desZinks mit der Spitze der Zunge berühr«, man enr»weder keinen Geschmack, oder einen andern ganz vom«rstern verschiedenen, scharfen, brennenden, gleichsamalkalischen Geschmack empfinde; nicht anders, alswenn man die Zunge an dem mit dem Kissen der ge«
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