2. Besondere Physik, g. von d. Elektricität. 635
chend, daß eS durch einen ganz kleinen Strich desNerven allein gehe, wie es z. B. der Fall sey, wennman den Nerven mit einer silbernen Pinzette von decandern entweder ünrnittelbar berühren lasse, oder sieauch durch irgend ein metallisches Mittel mit einanderj» Verbindung sehe.
Könnte man hier aber nicht, zwar nichts Aehn-liches mit der Letdner Flasche, aber doch irgend ein prL«existirendes aufgehobenes Gleichgewicht des elektrischenFluidums zwischen den benachbarten Theilen des Ner,ve» selbst annehmen? Er glaube nicht, daß sich soetwas hier behaupten lasse; wohl aber sey die Berüh-rung der beyden verschiedenen Metalle die Ursache,daß hier das elektrische Fluidum in Bewegung gesetzt,und bey seinem Durchgänge durch den kurzen Strichdes Nerven zu diesen Metallen ihn selbst reihe. Durchdiesen in dem Nerven in Bewegung gesehlen elektri-schen Stimulus, welcher wirksamer und zur Erregungder Nervenkrast geschickter sey als jeder andere, ent-ständen in den ihm unterworfenen Muskeln die Zufamrmenziehungen, auf welche Art? das wüßten wir nicht.Der an zwey Stellen von verschiedenen Metallen be-rührte Nerve werde hierbey ganz so gereiht, als inden Nerven des Geschmacks auf der Spitze der Zunge,oder in dem des Gesichts auf dem Boden des Augesin seinen andern Versuchen durch diese verschiedenenMetalle ein Reih veranlaßt, und im lehrern Falle auchein beschwerliches Brennen in der Nähe dec Augonlie-der erregt werde.
Also stehe die in der That bewundernswürdigeAction der Metalle auf das elektrische Fluidnm bey derjedesmaligen Applicirung an Wasser, oder an andereverschiedem Flüssigkeiten, oder an damit geschwängerte
Körper