Band 
Achter Band. [Zweyte Periode, dritte Epoche, zweyter Abschnitt.]
Seite
652
JPEG-Download
 

652 V. Von Priestley bis aufd. neuesten Zeiten.

D. Michaelis wiederholte von Hi,m»>holdk's Versuche mu Wunden, von Blasenpstustergezogen, an sich selbst, und fand die Lmpfin«düng der durch ble Elektricität bewirklen ähnlich Erarmirke seine Zi-Nge und den Mastdacm, und emp'aiid»ach der Schließung der Kette ein gelinde» Zusammen»ziehen in dem Mastdarme. Auch bemerkte er die Em»pfiudung des Zinks und Goldes in Verbindung Mit derZunge. Wenn zwey durch Muskelfleisch verbundeneNerven, der eine mit Zink, der ander? mit Silber, ar»vlirt wurde», so fand er, daß bey der Schließung fcecKekke jener Nerve, bey ihrer Öffnung aber dieser amMeisten affic,rt werde. 2 luch konnte er den Reih durchrauchende Salzsäure und aufgelößkes ätzendes Kali,nicht aber durch PhoSphorsaure erhöhen.

Indessen hatte von Humboldt feine fortgesetz»ten Versuche i» ein eigenes Werk zusammengetragen,weiches zugleich eintae vorläufige Idee» zu einer künfrtigen vollständigen Theorie des Galvaiiiomus enthält,welche aber durch nachherige Erfahrungen nicht alsstatthast befnnden worden sind. Von Humboldtführte eine eigene Bezeichnungsarl znr Abkürzung sei»ueS Vorkrage ein '). Nach ihm wirkt der Galvani »fche Reih auch durch die irritabel» WirknngSkreife derthierischen Materie ane der Enlfernu>?g durch, unddient zum Mittel, die Größe der Wirkungskreise zubestimmen, da mit abnehmender Erregbarkeit die ge»schniltenen Nervenenden näher an einander gerückt wer»den müssen. Von Humboldt sahe zuweilen Schen-kel zucken, wenn er sich ihnen mit einem Arme derPinzette nur auf | Urnen Entfernung nahte.

h) Gren's neues Journal der Physik. D. IV. S. i-

i) Versuche über die gereifte Muskel - und Nervenfaser rc.

Berlin 1797. 8. 2 Theile.