2. Besondere Physik. ^ vond. Elektricität. 651
der thierischen Organe ungemein erhöht, wenn manden Nerven Mit kohlenstcfffaurem Kali (oleum tartari per deliquium) beließt. Sobald ein Nerve damit berfeuchter worden ist, so werden zwar beym Galvanisire»gleich anfänglich die Zuckungen um vieles verstärkt, indem Muskel selbst aber, im Fall er auf einer Glas»platte sich selbst überlassen ruht, geht keine sichtlicheVeränderung vor. Nach z bis 4 Minuten hingegen,besonders wenn man den Nerven in die Höhe hebt, darmit die alkalische Auflösung nach der Jnsection desNerven in den Mnökel herablaufk, sieht man Kennzei»chen eines fürchterlichen Stimulus. Der Schenkel,auf einer bloßen Glasplatte liegend, mit keinem Metalloder kohlenstoffhaltigen Stoff in Berührung, geräthvon selbst in die lebhaftesten Zuckungen. Mugfeln,aus welchen man alle Lebenskraft entwichen glaubte,weil ihr Nerve mir Zink und Silber, oder Zink undGold keinen Reih mehr erregte, zuckten heftig mitgleichartigen Metallen, als ihr Nerve mit der alkali»scheu Auflösung getränkt war. Thiere, deren Reiß»empfänglichkeit durch warme Auflösungen von Arsenik -kalk zernichtet war, zuckten sogleich lebhaft wieder,als sie mit dem oleurn tartari bestrichen wurden. Am-phibien wurden, besonders wenn sie vom Winterschlafserwachten, reihbar befunden. Auch vertheidigte vonHumboldt Aldini's Behauptung gegen Volta,daß oft ein Metall hinreiche, die Galvanischen Phä»nomene hervorzubringen (z. B. Quecksilber); fernerbehauptete er eine Wirksamkeit ohne Kette. Wenn mannämlich den Schenkelnrrven eines muntern Frosches mitZink in Berührung bringt, und diesen Zink mit einemandern Metalle berührt, so entstehen Zuckungen desSchenkels.
V.