-.Besondere Physik. §. von-.Elektricität. 657
1. In Rücksicht Galvanischer Phänomene findenModifikationen stall, welche durch dir Verschiedenheitder thierischen Theile allein bedingt werden. Deßhalbdürften wir vermuthen, daß un« bey gehöriger Vrr»vielfältigung hierher gehöriger Versuche «in Mittel andie Hand gegeben werde, um die respekliven Kräftegewisser Beuger und Ausstreckemuskeln gehörig zuMessen.
2. Das Zwergfrll ist unter allen Muskeln warm»blütiger Thiere derjenige, welcher, wo nicht am stärk«sten, doch am leichtesten Bewegung äußert; dieß ablein zeigt Bewegung bey jedem Versuche ohne Kette,welche außerdem nur bey erhöheter Erregbarkeit ge»lingrn.
z. Die Muskeln und Nerven lebender Thierefind mir einer thätigen erregenden Atmosphäre umge,ben, so wie schon Humboldt lehrre.
4. Der Gaivanivmu« bringt in den Theilen Be»wegungen hervor, welche dem Willen keineswegs ge«horchen, z. B. im Herzen und Magen.
?. Das Galvanische Fluidum warmblütigerThiere beweist sich auch auf menschliche Organe wirksam.
6. Die Galvanischen Erscheinungen finden ohneDazwischenkunft irgend eines ürmdartigenStoffs start;sie sind daher in der Oekononue lebender Thiere selbstgegründet.
7. Sie äußern sich sowohl in siner an zwey Skel«len desselben Nerven geschlossenen Kette, als durch Zu«leitung in Organen, die irgend ein Glied dieser Ketteberühren.
8- Dieser letzte Versuch setzt die Naturforscherin den Stand, Nerven in Thieren zu entdecken, wel»che zu fein find, um ohne ein solches Mittel aufgefun»den werden zu können.
§isch«r's Gesch. d. Physik. VIU.». Tt Auch