2. Besondere Physik, g. von d. Elektricität. 675
bey die Erscheinungen wieder, wie zuerst, erfolgten.Die Spitze des obern Drath« stieß nach und nachweißehäutige Wölkchen aus, die sich zu Eude d?e Prozessescrbstugrün färbten, und in senkrechten Fäden von demäußersten halben Zolle des Draehö herabhingen. Das,was herabfiel, trübte das Wasser, lind legte sich größ»tentheiis in blaßgrüner Farbe auf die untm Flächeder Röhre, welche in dieser Lage des Apparats einenWinkel von 40° mit dem Horizont machte. Derunter« Drakh von ch Zoll länge stieß beständig GaSaus; brachte man aber überdieß noch einen andernununterbrochenen Drarh an den Apparat an, so hörtediese Gasentbindung sogleich auf; nahm man diesenletzt erwähnten Drarh weg, so erschien da? Gas wiezuvor, aber nicht augenblicklich, sondern erst nach 4Schlägen einer Halben, Seknndenuhr. Das ganzewährend 2£ Stunden entbundene Gas betrüg eitnes Cubikzvlle. Gemischt mit einer gleichen Mengeatmosphärischer tust explodiere es bey Annäherung eirnes brennenden gewichsten Fadens.
Bey diesem Versuche hatte man Zersetzung desWassers erwartet; daß sich aber der Wasserstoff stetsnur a» dem Ende des einen Drakhs entwickelte, wahrrend sich der Sauerstoff mir dem andern verband, warvor jetzt unerklärbar, und schien auf irgend ein allge,meines Geftß der Wirkungskreise des EalvanirmuSin chemischen Operationen hinzuweisen. Nach demResultate mehrerer Versuche schien es, daß dre Zer»fetzung des Wassers desto stärker vor sich geht, jenäher sich die bepden Drakhenven sind; daß sie aberganz aufhört, wenn sie sich berühren. Ueberhauptward bemerkt, daß der Prozeß der Wasserzersttzungauch zwischen jedem Paar Platten, sowohl in der Säule,j llu 2 als