6? 6 V.VonPriestley bis aufd. neuesten Zeiten.
al» in dem Apparate mit Gläsern vor sich gehe, wo»ben der Zink auf der nassen Oberfläche verkalkt, undzugleich Wasserstoffgas entbunden wird.
Auch versuchte CarltSle die Zersetzung desWassers durch solche Metalle zu bewirken, die sichschwer verkalken. Er befestigte nämlich zwey Platina «bräche, von welchen der eine rund und Zoll stark,der andere von derselben Art breit geschlagen war, in«ine kurze Röhre v»n ~ Zoll innern« Durchmesser. AlSdieser Leiter mit der Säule in Verbindung gebrachtwurde, gab der mit dem Silber verbundene Dratheinen sehr reichlichen Stroin feiner tuftbläschen; undauch aus dem mit Zink verbundenen Dralhe kamein Luttstrom, doch minder stark, hervor. Dabeyzeigte sich weder Trübung des Wassers, noch Verkal-kung und Anlaufung der metallischen Dräkhe, ob»gleich die Operation 4 Stunden lang fortgesetzt wurde.Er vermuthete natürlich, daß der von der Silberseileherkommende größere Strom Wasserstoffgas, der klek»nere von der Zinkseile herströmende Sauerstoffgas sey.Starke Goldblättchen statt der Platinadräthe gebrauchtbrachten dieselben Erscheinungen hervor. Wurde stattdes einen Goldblättchens ein Messingbrath genommen,und dieser mit der Silberseite verbunden, so entwickel«ten sich die beyden Gasarten, wie zuvor, 2 Stundenlang, ohne eintretende Verkalkung. Verband er aberden Mchsingdrach mit der Zinkseike, so wurde er aufdie nämliche Art wie bey zwey Messingdrälhen ver«kalkt. Durch diese einfach scheinende Zersetzung desWasser« mittelst der Platinadräthe ohne Verkalkungerhielt man ein Mittel, die beyden entwickelten Gas-arten besonders aufzufangen. Nachdem der Prozeßiz Stunden gedauert hall«, ward eine jede Gasarr in
beson»