7io V. Von Priestley bis auf d. neuesten Zeilen.
dick, in zwey Hälften getheilt, so daß das Wasserin der einen auf keine Weise Communikation hat mitdem Wasser in der andern Halste. Ungefähr in ih»rer Mitte ist eine Oeffnung, die mit einem wohl durch»näßten Pfropfe vollkommen verschlossen, übrigens dieganze Scheidewand, den Pfropf ausgenommen, mitSiegellackfirniß überzogen wird. Beyde Seiten des Gr»fäßes werden mit sichern durchbohrt, und dadurch Gold»dräthe gesteckt, die auf beyden Seiten dem Pfropfe bisauf^iinie genähert werden. Das Gefäß selbst wird mitWasser gefüllt, jede Hälfte bis zu einer beliebigenHöhe, doch so, daß die Drärhe hinlänglich bedecktsind, und über jeden Drath wird ein mit Wasser ge»füllter Cylinder an daö hölzerne Gestelle aufgehängt.Werden nun die Goiddrälhe in gehörige leitende Ver-bindung durch Messingdrärhe, und zwar der eine mitdem obern, der andere mit dem untern Ende der Gal»vanisthen Batterie geseht, so fangen nun sogleich ausjeder Wasserhälfte sich suftblaftn zu entwickeln an, diein dem darüber aufgehängten Cylinder aufgefangenwerden. Das Galvanische Fluidum, sagt Pfasf,wird nämlich durch den nassen Pfropf hindurch gelei,ret, ohne daß an den beyden Polen des Pfropfs selbsteine suftentwickelung start fände. Der Pfropf ver-halte sich also, wie die Schwefelsäure in RittersVersuch, oder wie das Wasser selbst, nur daß erden Vortheil gewähre, beyde Wafferquanra von ein»ander zu trennen, in deren jedem der Entwickelungspro»zrß einzeln und getrennt von dem andern vor sich geht,und zwar in dem einen die Entwickelung des Wasser-stoffgas, in dem andern die Entwickelung des Sauer-stoffgas. Verhindere man durch eine dünne Oelfchichtdie Ausdünstung des Wassers, so könne man dasQuantum der Luft mit dem Gewichtsverlust des Was,
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