722 V. Von Priestley bis aufd. neuesten Zeiten.
Der MechanikuS Klinget hatte dabey eine Vorrich»tuiig angebracht, wodurch man die Lustarten in beson,dern Röhren auffangen konnte. Nachdem er nun dieseRöhren mit einer Auflösung von schwefelsaurem Eisenanfüllte, bekam er an dem einen Drathe Wasserstoff,gas, an dem andern aber kein Gas; an dem erstemfiel regulinischeS Eisen nieder. Nachdem eine einfacheRöhre mit warmem Urin angefüllt wurde, so überzo«gen sich beyde DrLthr mit einer weißen Wolke, welchesich als ein Schleim trennte und zu Boden scßte. Nach70 Minuten hörte diese Schletmbildung auf, unddann entwickelte sich an dem einen der beyden Kupfer,dräth« Wasserstoffgas, während der andere sich oxy«dirte. Bey Anwendung des Kalkwassrrs erschienSauerstoffgas und Wasserstoffgas, ohne daß Oxydzum Vorschein kam. Unwirksam war die Säule aufTerpentinöl; ungarischer Wein kam in Gährung,wobey sich Wasserstoffgas und kohlensaures Gas ent,.banden.
Auch hatte der Mechanik»« K l i n g e r einen Cruik«shankschen Trogapparat verfertigt, und zwar mit dervon Gilben angegebenen Verbesserung, indem zwi»scheu das hölzerne Gestelle Glasplatten eingekittet wur,den. Die Gasentbindung wurde durch eine Batterievon 49 s Schichtungen nach ihm nicht verstärkt.
Ueber die Hervorbringung und Wirkung derGalvanischen Funken und über die Verbrennung derGalvanischen Feuers hat auch Tromsdorf lehr,reiche Versuche angestellt. Als er die Spiße eines mitder Minusseite verbundenen Eisendraths mit einer dün,nen und spißgefeiltenllStange Zink verband, entstan»den im Augenblick der Berührung Funken, welche dieFarbe des brennenden Zinks, hatten. Als er an die
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