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Geologische Beschreibung von Mittel-Bündten / von A. Escher und B. Studer
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EINLEITUNG.

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die höchsten unter ihnen mit dem Finsteraarhorn wetteifern. Die schöneTerrasse von Poschiavo , das, durch einen niedrigen Pass damit verbun-dene V. Lanterno ,, und der Hintergrund von V. Masino scheinen dieseGentralmasse südlich zu begrenzen, indem auf jenen Punkten Kalk durch-streicht; gegen Ost dehnt sie sich kaum weit über den Berninapass aus;und im Westen wird sie jedenfalls durch das Piano di Chiavenna abge-schnitten, wahrscheinlich nimmt sie aber schon früher ein Ende.

Das Fächersystem ist in der Berninamasse zwar angedeutet, aber nichtvollständig entwickelt. Auf der Südseite des Passes fällt der Gneis undGlimmerschiefer, unter geringem Winkel, nach N35W, und alle Gebirge,die von der Strasse aus sichtbar sind^ nach II. v. Buch auch die höchstenBerninagipfel selbst, zeigen gleiches Fallen. Im Lantemathale ist dasFallen ebenfalls in grosser Ausdehnung nach N20W, und das Streichen,längs der ganzen Südseite, ist das allgemeine der Alpen. A m Muretpassdagegen, und auch weiter östlich, in der Umgebung des Feetgletschers,herrscht, bis auf die höchsten Gräte, ein sehr steiles Fallen des Glimmer-schiefers nach N250, beinahe rechtwinklicht auf das vorige, und bereitsdem Adulasysteme angehörend. Südliches Fallen zeigt sich auch im Ober-engadin nirgends. Es scheint das Streben nach Fächerbildung durch diemächtige Einwirkung des westlichen Systems modificirt oder gehemmtworden zu sein. Als die Kernmasse des Fächers dürfen wir vielleicht'len zähen, bläulich grauen Granit betrachten, der zwischen Pontresinaun d den Bernina-Wirtlishceusern hervortritt, einen Granit, der wesent-ic verschieden scheint von dem Granit-Syenit des Juliers , der beiSt.Moritz den hüglichten Thalboden bildet. Doch hat jener Granit, und,höher gegen die Bernina-Scheidecke zu, auch der Gneis und Glimmer-

schiefei, noch das Fallen nach NO, flach gegen N40O, mit dem Adula-systeme gemein.

Am Maloja ist die wagrechte Hochebene des Engadins plötzlich gegenW abgestürzt, und in ihrer Verlängerung findet man das tiefe, schlucht-ähnliche Berg eil, wie durch ein Zurücksinken des östlichen, aufgetriebe-nen Thalbodens gebildet. Bis auf die Fläche von Casaccia fällt man um

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