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2 (1891) Elemente und Verbindungen / von ... L. Weis
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53
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Schwefelsaure.

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XO», über, worauf diese mit wenig Wasser salpetrige Säure und Salpeter-säure bildet, 4X0» ?- II»0 X^O, -j- 2X0^11; bei viel Wasser liefert sie nurSalpetersäure neben Stickoxyd; 3X0» -j- 11»0 ^ 2X0,11 -s- XO. Die Salpeter-säure liefert mit schwefliger Säure ebenfalls Schwefelsäure nach der fünftenBildung. 7. Durch Destillation von geröstetem, oxydiertem Eisenvitriol.

Die Darstellung der Schwefelsäure geschieht nur fabrikmäßig und zwarentweder nach Bildungsweise 5 und 6, die englische Schwefelsäure; oder nachder Bildungsweise 7, die rauchende Schwefelsäure.

Zur Gewinnung der englischen Säure wurden früher Salpeter und Schwefelverbrannt. Jetzt leitet man schweflige Säure zu Salpetersäure. Die schweflige Säurewird erhalten durch Verbrennen von Schwefel oder von Schwefclmetallen. Früherverbrannte man vorzugsweise Eisenkies, 108», welcher nach der Gleichung 21768» -s-11 0 10»0, -s- 480^ ganz in Eisenoxyd übergeführt werden könnte; aber stetsbleibt der Rückstand schwefelhaltig und wird zur Gewinnung von Eisenvitriol verwertet.Da nun bei jeder Verhüttung von Schwefelmetallen zuerst der Schwefel entfernt werdenmuß durch Rösten oder Verbrennen, wobei viel 80, erzeugt wird, welche unbenutztentweichend die Pflanzen ringsum zerstört, so wird neuerdings in Hütten, welche über-haupt Schwefelerze, Kupfer-, Blei-, Zinkerze verarbeiten, zugleich Schwefelsäure-fabrikation betrieben, um die schädlichen Dämpfe zu verwerten.

Die Möglichkeit, mit Hilfe der teuren Salpetersäure eine billige Schwe-felsäure zu erhalten, liegt nun in der Thatsache, daß bei der Oxydation derschwefligen Säure sowohl die salpetrige Säure als auch die Salpetersäure zu Stick-oxyd reduciert wird, und daß dieses Stickoxyd durch den Lustsauerstoff sofort wiederin salpetrige Säure oder in Untersalpetersäure und Salpetersäure übergeht, also inVerbindungen, welche Sauerstoff wieder an schweflige Säure abgeben können unterWiederherstellung von Stickoxyd, welches somit wie ein Ferment in kleiner Mengeeine große Menge einer Verbindung erzeugen kann (1. 119).

Die Einrichtung der Fabriken, im einzelnen verschieden, ist im großen undganzen die gleiche. Hauptaufgabe ist, den durch Luftzufuhr bedingten Verlust anOxyden des Stickstoffs möglichst zu mindern und die einzelnen Stoffe in richtigem,schnell wirkendem Verhältnis zusammenzubringen. Die schweflige Säure wird ingeräumige Kammern geleitet, welche mit Bleiplatten bekleidet sind, da dieses Metallam wenigsten angegriffen wird. Die Zahl dieser Bleikammern ist verschieden, bis-weilen nur eine, meist drei, wobei die mittlere die größte. In diesen Bleikammerntrifft 80» mit Wasserdnmpf zusammen, der aus einem Kessel durch Röhrenleitungeinströmt, außerdem mit Salpetersäure, welche entweder dampfförmig eingeleitet wird,indem man auf den heißen Dämpfen des 80.^, in geeigneten Gefäßen Chilisalpeter undSchwefelsäure erhitzt, also Salpetersäure darstellt und als Dampf einleitet, oderwelche man als flüssige Säure in die Kammern fließen und zur besseren Verteilungüber Treppen aus Steinzeug rinnen läßt. Die nötige Luft tritt mit dem Luftzugein, welcher zugleich das Verbrennen des 8 zu 80» unterhält. Dieser Luftzug führtaber auch Stickstoff ein, dessen Entfernung durch Ventilation einen Verlust an Stick-oxyd und anderen Reduktionsprodukten der Salpetersäure zur Folge hat. Diesen Ver-lust zu vermindern, läßt man die entweichenden Dämpfe durch einen aus Sandsteingebauten, mit Bleiplatten ausgekleideten Turm, den Gay-Lussacturm, strömen.Derselbe ist mit Koks gefüllt, über welche koncentrierte Schwefelsäure hcrabrieselt.In dieser lösen sich die Oxyde des X auf und zwar am vollständigsten als salpetrigeSäure, weshalb die entweichende Lust noch hinreichenden Sauerstoff enthalten muß,um die Oxyde in salpetrige Säure, X»0^, überzuführen. Die Lösung dieser Oxyde