Schwefelkohlenstoff.
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gekühlte rauchende Salpetersäure, bis die Masse breiig erstarrt. XO.-OII -s- 80. -----X0.-80.-OH; sie bildet rhombische Krystalle, meist aber blättrig federartige oderkörnig krystallinische Massen.
F, ch wesc t It o st l e n st a f f. Kohlensulfid. 68..
A!ol.-Gew. 76; Dampfdichte 38; für (Luft ^ I) -'18,44.4 . - 2,633; gefunden 2,644. Wurde1796 zufällig von Lampadius bei Destillation von Schwefelkies mit Kohle erhalten; ebenso1862 von Element und Deformes, welche ihn auch aus Schweselantimon und Kohle, fernerdurch Einwirkung von Schwefel auf glühende Kohlen erhielten. Beide glaubten auch, dieVerbindung bestehe aus 0 und .8. Aber bei der Flüchtigkeit derselben meinte man, sie müsseWasserstoff enthalten und nannte sie Schwefelalkohol. Erst 1812 bestätigten Vauguelin,dann auch Berzelins und Marcet die Angaben von Element und Deformes.
Wird erhalten, indem Schwefeldampf in einer Porzellanröhre über glühendeKohlen geleitet wird. Er wird fabrikmäßig dargestellt. Nach neuerem Vor-schlag auch durch Destillation von Schwefelkies oder Kupferkies mit Holz-kohle. In der Regel aus Kohle und Schwefel. Eine senkrecht stehende cylindrischeRetorte aus Gußeisen oder Schmelztiegelmasse, in einem Lfen eingemauert, wird mit Kohlegefüllt und der Schwefel, entweder durch eine bis fast znm Boden der Retorte ragende Porzellan-röhre oder durch ein unten befindliches seitliches Ansatzrohr zeitweise eingetragen. Er durch,strömt dampfförmig die glühenden Kohlen, bei deren Wnsserstoffgehalt sich auch Schwefel-wasserstoff bildete. Der größere Teil des 68z verdichtet sich in einer Vorlage, aus der erabgelassen werden kann; ein anderer Teil entweicht mit dem Schwefelwasserstoff durch einRöhrenshstem, das ähnlich wie bei der Leuchtgasbereitung, einem Kasten mit Wasser, der durchScheidewände geteilt ist, aufsitzt; in diesem Wasser verdichtet sich 68., während 811. zuletztdurch gelöschten Kalk absorbiert wird. Der rohe Schwefelkohlenstoff enthält meist viel Schwefelgelöst, von dem er durch Destillation im Wasserbad befreit wird; durch Schütteln mit Chlor-calcium und nochmalige Destillation wird er wasserfrei.
Eigenschaften. Wasserhelle, farblose, stark lichtbrechende, dünne beweglicheFlüssigkeit, von 1,2905 spec. Gew. bei 0°, von 1,2693 bei 15°, und ätherischem»dem Schwefelwasserstoff ähnlichen Geruch. Siedepunkt 47"; daher leicht flüchtig.Kälte von —110° macht ihn nicht fest; aber wenn ein kräftiger Luftstrom über682 streicht, so wird bei der Verdunstungskülte eine schneeartige Masse erhalten,Leicht entzündlich, schon bei etwa 150°; verbrennt mit blauer Flamme zu 60^und 80.. Mit Luft gemischt verbrennt er pfeifend wie Knallgas; z. B. wennman in einen Glascylinder voll Luft ein paar Tropfen Schwefelkohlenstoff gießtund mit einer Glasplatte bedeckt vor dem Anzünden schüttelt. Mit sehr HellemLicht, reich an chemischen Strahlen, verbrennt eine Mischung von Schwefel-kohlenstoff mit Stickoxyd, wie bei diesem erwähnt ist. Eingeatmet wirkt derDampf wie Äther oder Chloroform betäubend, selbst giftig, Kopfweh, Erbrechen»Gliederschmerzen erregend. In Wasser sehr wenig löslich, nur Oiuvo seines Ge-wichtes; sehr leicht löslich in Alkohol, Äther. Ist selbst Lösungsmittel für Harze.Fette, ätherische Öle, Kautschuk, Guttapercha, Wachs, Schwefel, von dem er seinDoppeltes, Phosphor, von dem er das Achtfache löst. Auch Jod und Brom werdenleicht von ihm unter charakteristischer Färbung gelöst. Im Sonnenlicht wirder gelb und nimmt einen unangenehmen Geruch an. Bei längerer Einwirkung er-hielt man bei Abscheidung von 8, der sich löst, einen braunen festen Körper, der als Kohlenstoff-fulsür, 68, bestimmt wurde und auch durch längere Einwirkung von Eisendraht auf rohenLchwcfelkohlenstoff erhalten wurde, 2 68z -ff b'e ---- 268 -s- 1'o8.; ausgewaschen und getrocknetbildet die Verbindung ein rotes, geschmack- und geruchloses Pulver. In der Hitze zerfällt 68. inseine Bestandteile. Mit 811. über glühendes Eisen oder Kupfer geleitet, liefert es Sumpfgas (S. 33).