Schwcfelammoninm. Calcium.
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bei gewöhnlicher Temperatur zu und XII^-118 dissoeiieren. Nur in Lösungwichtig; sie wird erhalten, wenn man Ammoniaklösung mit 811., sättigt und diegleiche Menge XHz zusetzt. Die einfache Sättigung von Ammoniak mit Schwefel-wasserstoff bildet die Lösung von Ammomuiichydrosulsid, das ebenfalls
in farblosen Krystallen erhalten wird, wenn man gleiche Volumen -j- H .,,8auf —18" abkühlt.
Beide Lösungen sind anfangs farblos, reagieren alkalisch und riechen nach>1^ und 8 Hz. Beim Stehen an der Luft werden sie gelb, durch Bildung höhererSulfide. Das Hydrosulfid geht zuerst durch Oxydation des H in zweifachSchwefelammonium über, MII^H -s- 0 -s- 1b,0; gleichzeitig
wird auch uuterschwefligsaures Ammonium gebildet. Bei weiterer Oxydationbildet der abgeschiedene Schwefel höhere Sulfide, dann aber scheidet er sich ab,oft krystallinisch, zuletzt oxydiert alles Ammonium und es entsteht eine ammonia-kalische Lösung von unterschwefligsaurem Ammonium, in welchem Schwefel liegt.Man kennt aber nicht bloß (Xli,,)^, sondern auch ein (^ 11 ^, 87 , siebenfachSchwefelammonium. Beide Lösungen, farblos oder gelb, dienen als Reagens, teilsnin Sulfide schwerer Metalle, die in saurer Flüssigkeit löslich sind, zu fällen, teils um einigeSulfide, wie die von ,4^, 8 l>, 8 n, zu lösen (siehe 8 H 2 ).
X. Erdalkalimetalle. (I. 200.)
< a l c i u m. Ou, Atomgewicht 4«>.
Das griechische lat. aalx, bedeutet einen Stein, auch Baustein, Mauerstein und
bezeichnet die Steine, die noch jetzt Kalk, Kalksteine heißen. Die frühe Anwendung des Mörtelszum Bauen zeigt die frühe Kenntnis des Brennens dieser Steine. Dioskorides nnd Plinius<1.142s geben die Unterschiede des ungebrannten und gebrannten Kalkes an, welchen letzteren Dios-korides unausgelöscht, ungelöscht, nannte. Man wußte, daß der Kalk im Feuer
ätzend, kaustisch, alkalisch werde, Plinius hebt die Erhitzung des gebrannten Kalks mit Wasserhervor; berichtet auch, daß in Ägypten Soda durch Kochen mit kaustischem Kalk wirksamer,ätzender gemacht werde. Galen (I. 129) berichtet, man setze aus gleichem Grund bei Bereitung vonSeife dem Talg und der Asche Kalk zu. Blau unterschied daher auch milde und ätzende Alkalien,milden und ätzenden Kalk <1. 143) und glaubte, beim Brennen werde eine Fenermaterie auf-genommen, welche beim Löschen entweiche, beim Kochen in die Soda gehe. Daß die Araberdie Veränderung, welche die Metalle im Feuer erlitten, mit der Veränderung des Kalksteinsverglichen, Dioskorides nnd Plinius dagegen mit dem Verbrennen von Holz; daß mandaher von Verkalken oder Kalcinieren und von Veraschen sprach, wo jetzt von Rosten,Oxydieren die Rede ist, ward schon 1. 74 erwähnt. Man spricht aber auch in anderen Fällen,10 beim Glühen eines Stoffes und Austreiben von Wasser von kalcinieren, z. B. calciniertePottasche, Soda. 1755 zeigte Black, daß die milden Stoffe Verbindungen von Kohlensäuremit einer kaustischen Basis sind. 1808 zeigte Davh durch Elektrolyse, daß der Ätzkalk die Ver-bindung eines Metalls mit Sauerstoff ist.
Vorkommen. Von den Mineralien (1- 233) sind Flußspat, Calcit, Kreide,Aragonit, Gips, Apatit die wichtigsten. Calcium findet sich überdies in der Ascheder Pflanzen, in tierischen Säften. Eierschalen, Muschelschalen, Korallen bestehen fastganz aus kohlensaurem Calcium, Knochen fast zur Hälfte des Gewichts aus phosphor-saurem und kohlensaurem Calcium. Auch in der Sonne, in Fixsternen und Meteoritenfand es sich.
Das Ausgangsglied aller Ou Verbindungen ist der Kalk, welcher durch Hitzeund Säuren leicht die Kohlensäure abgiebt.