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2 (1891) Elemente und Verbindungen / von ... L. Weis
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Illetaziunsaure Salze. Zinnchlorür. Zinnchlorid.

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Die metazinn sauren Salze, Metastamiate, sind schlecht oder nicht krystalli-sierbar und haben keine einfache Zusammensetzung. Die Alkali salze haben die Formel, entsprechend einer Säure 511,0 !^n-0,-U^o, welche

Formel der Metasäure ebenfalls zugeschrieben wird. )I lv oder Das Kalium-salz entsteht durch Lösen der Metasäure in Kalilauge und Zusatz von Ätzkalistücken,da das Salz in koncentrierter Kalilauge unlöslich ist. Ein weißer körniger Nieder-schlag, der beim Trocknen harzartig durchscheinend wird. Die Lösung reagiert alkalisch.Das Natriumsalz, ähnlich erhalten, ist ein körnig krystallinisches Pulver. Die übrigenSalze entstehen durch Wechselzersetzung.

IHnnchlorür, >?n01,; wasserfrei wird es erhalte» durch Erhitzen von Zinn introckenem Chlorwasserstoff oder durch Erhitzen gleicher Teile Zinn und Quecksilber-chlorid; weiß, krystallinisch; bei 250" schmelzend, in der Rotglut destillierend. Imgroßen wird es wasserhaltig erhalten durch Lösen von Zinn in koncentrierter Salz-säure und Abdampfen. Es krystallisiert mit 211,0, zerfließt an der Luft und verliertbei 100" das Wasser. In wenig Wasser löst es sich unzersetzt; mit viel Wasserscheidet sich unlösliches, weißes Oxychlorür aus, 8n01. -s- 11,0 tstiiOIIOI -j- 0111.während saures Chlorür in Lösung geht. Bei Gegenwart freier Salzsäure bleibt dieLösung klar. Das Salz absorbiert in fester Form und in Lösung Sauerstoff unterAbscheidung von basischem Chlorür und Bildung von Chlorid, -s- 0 -i-

ID.O 2 8nOH01 -si- tstnOI^. Bei Gegenwart von Salzsäure entsteht nur KnOI^,Bei dieser Leichtigkeit des Oxydierens ist es ein kräftiges Rcduktionsmsttel. Quecksilber undSilber werden hierdurch metallisch gefällt, die Qxyde von Eisen, Manga », Kupfer zu Oxydulenreduciert. Judigblau wird Jndigweiß. Mit vielen Metallchlvrideu bildet es Doppelsalze wiel'Otstr st- 20IX. Unter dem Namen Zinns alz findet es in Lösung bedeutende Anwendungin der Färberei als Beizmittel, besonders für Cochenille. Erhöht die Schönheit der Krnpp-nnd Türkischrotfarben; auch zu Lackfarben, Goldpnrpnr benutzt. Das unlösliche Jndigblauwird durch Zinnsalz zum löslichen Jndigweiß reduciert, das sich in der durch Pottasche oder Kalkalkalisch gemachten Flüssigkeit, der sog. Zinnsalzküpe auslöst. Die mit dieser Lösung ge-tränkten Zeuge werden dann der Luft ausgesetzt, welche das der Faser anhaftende Jndigweißzu Jndigblau oxydiert. In Laboratorien dient es als Reagenz- und Reduktionsmittel.

Ziiiiuhlorid, istnOI^, wasserfrei erhalten durch Destillation von 1 Teil Zinnseilemit 5 Teilen Quecksilberchlorid; oder durch Einwirkung von Chlor auf erhitztesoder auf bsttOI. Beim Auflösen von >Zn in Königswasser oder Einleiten von 01 indinOI, Lösung, bis Quecksilberchlorid keinen Niederschlag mehr giebt, und Eindampfenerhält man zersließliche Krystalle mit 511,0. welche Handelsartikel sind und überSchwefelsäure 311,0 verlieren. Wasserfrei ist es eine farblose, an der Luft starkrauchende, höchst ätzende Flüssigkeit, als Libavs rauchender Liguor den älterenChemikern bekannt; spec. Gew. 2,269; bei20" noch nicht fest, unter 767inn>L bei120" siedend. Dampfdichte (für Luft 1) 9,2, entsprechend der Formel Zieht

aus der Luft begierig Wasser an und bildet eine krystallinische Masse von ZnOI^311,0, sog. Zinnbutter. Die Lösung zersetzt sich beim Kocheu in Metazinnsäure undSalzsäure. 8 nOI^ -s- 3100 ---- h-nOffO st- stOIIst. Mit Metallchlvrideu liefert es Doppelsnlz,Wichtig ist das Zinnammoniumchlorid, 8nO'0-2X1001, das sogenannte Piuksalz.Es ist löslich in 3 Teilen Wasser, läßt sich in koncentrierter Lösung kochen ohne Zersetzung;in verdünnter Lösung scheidet sich LuO^IO aus, das sich auf eingetauchte Faserstoffeniederschlägt, weshalb das Piuksalz wichtiges Beizmittel ist. Die durch Lösen von Zinn inKönigswasser bei möglichster Vermeidung von Erhitzung erhaltene gelbliche Flüssigkeit, welchewechselnde Mengen von 8116 O und 8 n 6 I,, enthält, wird als Z inns olntiou, Zinneom-vosition, Physik, Rosiersalz, salpetersaures Zinn der Färber, als Beizmittel benutzt,sowie zum Avivieren oder Rvsiereu d. h. zur Erhöhung der Lebhaftigkeit, besonders derScharlachfarben.