III. Abschnitt.
Der Gebirgsbau der Penninischen und Lepontinischen Alpen .
Die Zone des Brianconnais im Rhönethal un<j auf der Südseite des Gotthard-Massivs.
— Ueberschiebung durch die Zone des Monte Rosa . — Schistes lustres und BündnerSchiefer. — Stellung des fossilführenden Lias innerhalb der Schichtgruppe der BündnerSchiefer. — Gewölbebau der Zone des Monte Rosa . — Der Arolla-Gneiss ein Gliedder Schieferhülle. — Simplonprofil. — Gliederung der krystallinischen Schieferreihe.
— Ueberschiebung von Goglio. — Das Tessiner Massiv. — Störungen am Nord- undSüdrande desselben. — Bruchlinie des Val Blegno. — Das Adula-System keine Fort-setzung des Tessiner Massivs.
Als ein schmaler, zusammenhängender Saum begleitet die Zonedes Brianconnais das Hochgebirge der Penninischen und Leponti-nischen Alpen an dem den Centralmassiven des Montblanc undFinsteraarhorn zugekehrten Rande.
Studer und Theobat.d haben die Einheitlichkeit der Kalk- undSchieferzone vom Col Ferret bis zum Greina Pass bereits vor langerZeit für wahrscheinlich gehalten. Auch Lory und Gert.ach sind inihren neueren Arbeiten für diese Ansicht eingetreten, die in der imJahre 1889 vom Comitato geologico in Rom herausgegebenen Ueber-sichtskarte von Italien ebenfalls zum Ausdruck gelangt.
Die Fortsetzung der Zone des Brianconnais nördlich vom ColFerret schliesst sich unmittelbar an den durch die Arbeiten vonZaccagna bekannten Abschnitt derselben im Gebiete von Courmayeur an. Der Streifen der Lias-Jurabildungen in der Allee Blanche lasstsich durch die beiden Ferret-Thäler und über den Kamm zwischenChemin und der Pierre ä Voir (2476 m ) bis Saxon und Riddes imRhönethal verfolgen. In den Kalkschiefern des Kammes der Pierre