Band 
Zweyter Band.
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42 Der Canton Glarus.

ren den Ausweg, theils zu Waſſer nach Zuͤrich und anderswohin, theils über Land nach Heriſau und St. Gallen. Der Canton ſczet einen Suſtmenſer zur Beziehungdes Zolls und Beſorgung der Niederlage hirher. DieEvangeliſchen konnen dieſen Dienſt auf 5. die Cathollſchen aber auf 3. Jahre genieſſen. Von der Itegel-Brukeuͤberſiehet man ein groſſes ebenes Feld von Nieder-Urnenbis nach Bilten ; daſſelde aber iſt durch die oſtere Austrettung der Lint aus gutem Gras-Wuchs meiſtens inRied und Stroh- Wieſen verwandelt worden.

Zwiſchen der Ziecgel-Bruͤke und Rieder-llrnen, wo derBach in die Lint fällt; war ehedem eine Bruͤke, NeuBruͤk genannt. Sie führte von Nieder-Urnen auf dieRieder und nach dem Dorf Mollis; ſie dienete alſo zurUnterhaltung der Gemeinſchaft des Evangeliſchen Landes,iſt aber ſeit einiger Zeit eingegangen.

Ober⸗-Urnen iſt auf eine halbe Stunde von Nieder-Urnen entfernt. Es macht einen halben ganz CatholiſchenTagwen aus, der nach Näfels vfarrgenoͤſſig iſt. Diebeſondere Capell iſt Abo. 1592. geſtiftet, und wird durcheinen Caplan beſorget.

Auf dem Vorgebirge, das ſich zwiſchen Ober- undNiecder⸗Urnen, gleich einem Horn,(bey den Alten Ur,oder Uri genannt,) in das Land hinemſtrekt, ſieht manbie Ueberbleibſel des alten Sekingiſchen Schloſſes, oderBurg Urnen, Horn genannt, welches mit einer Vorburgbefeſtigt war; dieſelbe war ein Amts-Siz, weil der Lehenmaunn, der ſie bewohnte, auch Vogk genennt werd.Dieſer Tagwen Ober-Uruen hat, gleich Nieder-Urnenund Bilten, vorzüglich gute Tagwens- und Alpen⸗Genuſſe .In den Jahren 1761. und 1762. ſenkte ſich ein Theil desnahen Bergs doch ohne besondern Schaden) in dasThal hinab.

Von Ober-Urnen koͤmmt man durch die Rauti Fel-der uͤber die Lezi nach einer halben Stunde nach Natel.Tieke