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Zweyter Band.
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Der Canton Glarus 473

Dieſe Rauti-Felder ſind Ao. 1152. durch den Sieg derGlarner uͤber den geweſenen Oeſterreichiſchen Landvogtdes Landes Glarus , Freyherr von Stadion, merkwuͤr-dig worden. Der Aufuͤhrer, ſanit verſchiedenen gegendas Land uͤbel geſinnten Edeln, wurde daſelbſt erſchlagen.

§. 28. Der Tagwen Naͤfels .

Aafels, Navels, Nucalie, ein anſebnlicher Fleken,der ſtattliche Gaſſen, ſchöne Waſſerleitungen, einen ſebenswürdigen Pallaſt, viele ſchoͤne und wol gebauete Häuſerin und neben dem Fleken hat. Derſelbe liegt in derNaͤhe eines ſteilen Gebiras, hinſer welchem der kleinelieder-See ſich ſammelt; ſein Waſſer ſucht durch dieHole des Gebirgs den Ausgang; es fueßt unter dem Na-men des Rantibachs neden dem Fleken vorbey, hat auchdemſelben ſchon oͤfters Gefahr und Schaden veranlaſſet.Hinter den Gebirgen bey Nafels liegt in den Alpen nochein anderer Berg-See, der Ober-See genannt; dieſerhat keinen ſichtbaren Ausfluß.

Die in dem Fleken Ao. 1389. erbauete Capell iſt dem Ange-denken tapferer Männer gewiedmet, welche hier mit Vergießſung ihres Bluts dem Vaterland die Frepheit erſtruten haben.Zur Zeit der Kirchen-Verbeſſerung iſt ſic durch die eifrigeBemuͤhung des Landvogt Tolders von der Mutter-Kirchezu Mollis getrennt, auch durch ſeine Beſchenkung makeinem Kirchhof und andern Ausſtattungen zu einer Pfarr-Kirche gemacht worden. Die Evangeliſchen, ſo noch indieſer Gemeinde ſeßhaft waren, und den Gottesdienſt inMollis beſuchten, ſind nach und nach ausgezogen. Baldnach der beruͤhmten Schlacht Ao. 1388. wollten die An-verwandten der erſchlagenen Ritter ein Kloſter hier er-bauen; die vorſichtigen Glarner aber ſchlugen es ab,weil ſie voraus ſahen, daß mit dem Lauf der Zeiten diebeſten Güter ihres Lands in todte Haͤnde fallen würden.glllein Ao. 1675. ißt wider alles freundſchaftliche Abmah-

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