nern. Die Ober-Herrlichkeit ſtuhnd vor Zeiten bey denBiſchoͤfen von Baſtel; ſie belehnten damit die Grafen vonFroburg. Nach Erloſchung des Graͤflichen Hauſes imJahr 1366. fiel es dem Biſtum wieder heim. In bemfolgenden 1367ſten Jahr verpfaͤndete es Biſchof Johann,bey Gelegenheit ſeines Krieas wider Baͤrn und Solothurn ,an Graf Rudolf von Neuenburg gegen anagcbottene Huͤlſe.Da aber der Graf von beyden Staͤdten ſo in Furchtengehalten wurde, daß er ſeine Huͤlfe nur nachlaͤſſig leiſtete,ja nicht einmal die Biſchoͤflichen Voͤlker durch Olten ziehen lieſſe, zerficken beyde Herren mit einander. Dieſewurden zwar noch guͤtlich dahin vergliechen: Daß derBiſchof ſich bequemen mußte, Olten dem Graf zu Erſe—zung der Unkoſten lebenslang zu uͤberlaſſen. Nach ſcinemAbſterben Ao. 1377. wurde es dem Graf Hartmann vonKyburg zu Lauffeuburg, und Stegmund, Graf zu Th ier-ſtein, verpfaͤndt. Baͤrn belagerte das Staͤdtgen im Jahr1383.; ein ſtarker Wolken-Bruch zwang ſie aber, dieBelagerung aufzuheben. Auch die Herzoge von Oeſter—reich bekamen das Staͤdtgen in Pfandſchaft; ſie iſt aberAo. 1392. der Stadt Baſel zu lieb, welche dieſe Pfand-ſchaft an ſich brachte, wieder aufgehebt worden. Ao. 1426.iſt es von dem Biſchof und ſeinem Capitel der Stadt So-lothurn um 660. Gulden verpfaͤndt, die Pfandſchaftauch Ao. 1532. durch Nachbezahlung von 1800. Guldenin einen ewigen Kauf verwandelt worden. Solothurn ließ das Staͤdtgen, ſamt den darzu erkauſten Dorſſchaf-ten, bevogten; ſie mußte zwar Ao. 1454. der Buͤrger-ſchaft, wegen dem Schultheiſſen-Amt, welches dieſelbenanſprach, zu Rechte ſtehen; es iſt ihr aber das ſtreitigeAint mit Recht zugeſprochen worden. Der von demStand geſezte Schultheiß hat ſeine Wohnung in demStaͤdtgen; er hat das Recht, die Alt- und Junge Raͤthezu ernennen, welche unter ſeinem Vorſtz ihr Stadt⸗We—ſen beſorgen; deogleichen die Richter dey dem Stadt-Gericht
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