Gericht, der Statthalter aber wird von dem Rath zuSolothurn geſezt.
Dar Staͤdtgen hat eine ſchoͤne Pfarr⸗Kirche, ſamt ei-nem reichen Spital. Ao. 1646. hat man hier den Cavu-einern ein Kloſter erbauet. Die vornehmſte Merkwuͤrdig—keit des Orts iſt die ſehenswuͤrdige Bruͤke uͤber die Aar;ſie ſteht auf 5. Jochen, z. vc Holz, und 2. von Qua-der⸗Stuͤken. Die Holzer ſind mit eiſernen Schrauben ſozuſammengefuügt, daß jedes ohne Nachtheil des andernkann weggenommen und wieder zuſammengefuͤgt werden.Die Lauge betraͤgt 372. Werk⸗Schuh. Die Durch- und Ruͤk-ſuhr der Kaufmamns-Waaren aus Frankreich und Itallen(vornemlich der Elſaſſer⸗-Weine) iſt durch dieſen Ort aus-nehmend ſtark, und der Zoll daher ſehr eintraͤglich.
Die Einwohner ſind gar arbeitſam und ſinnreich. DieSchmied⸗ und Wagner-Handwerke werden hier ſo ſtarkgetrieben daß oft die nach dem Elſaß reiſenden Weinhandler Abends nur mit ihren ledigen Pferden anlangen;bey aubrechendem Morgen ader einen ganz ncuen Wagen,mit Faſſen, Ketten, Winden, und aller Jugehörde ausgeruͤſtet, vor ihrer Herberg haben koͤnnen.
Das Schultheiſſen-Amt hat 3. Gerichte: Das Stadt-und Rath-Gericht zu Olten , das zu Werd, und das zuDulliken.
Hoch- und Nieder⸗Wartenburg; dermalen Alt⸗ undNeu⸗Wartenburg. Dieſe 2. Schloͤſſer ſtehen nahe beyOlten , auf 2. ſpizigen, von einander abgeſonderten Fel-ſen. Jedes wurde von Freyherrlichen Geſchlechtern be-wohnt. In dem Erdbeben des 1356ſten Jahrs ſtuͤrztenſie in Grund; die Edeln von Butikon lieſſen ſie wiederherſtellen. Ao. 1379. wurden ſie an die Freyherren vonHallweil verkauft, von Baͤrn und Solothurn aber zer—ſtoͤrt. Eben dieſes Haus verkaufte beyde Ao. 1539. anSolothurn . Dieſer Stand ließ Neu-Wartenburg wie-der ausbeſſern. Dermalen dienet es zu einer Hochwacht,
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