Band 
Zweyter Band.
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739
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Der Canton Solothurn. 739

Stift, Auguſtiner -Ordens, abgeaͤndert worden. DieGraſen von Thierſtein waren ſeine Kaſtvögte und Wolthaͤter. Es erarmete aber ſo ſeyr, daß es auſſer Standeſich befand, einen eigenen Propſt zu unterhalten. Die-ſes bewog den Biſchof Heinrich von Baſel Ao. 1264.daſſelbe dem Stift zu St. Leonhard in Baqſel einzuverlei-ben; mit dem Beding: Daß zwiſchen den Chorherrenbeyder Stifte kein Unterſcheid, und der Propſt zu St.Leonhard auch Propſt zu Klein-Lüzel ſeyn ſol. Es iſtaber ſchon lang in gaͤnzlichen Abgang gekommen.An dieſem Ort quillt ein ſtarker Brunn hervor, deſſenWaſſer in dem Winter mehr als lau, in dem Sommeraber auſſerſt kalt iſt.

Der Blauwen, deſſen hier ſo oft gedacht worden, iſtein Arm oder Joch des groſſen Jurten-Gebirgs oder desJura. Daſſelbe ziehet ſich fuͤr Baſel hinab in das Laͤimenthal und Sundgaͤu. Ehedem lagen verſchiedene nunmehr in ihrem Schutt ſich befindende Schloſſer an demſelben. Noch dermalen ſtehen die Edel Saze Biderthan,Sternenberg, Pfaͤingen, in dem Biſtum Baſel , ſamtder Feſtung Lands-Kron in dem Sundgaͤu.

F. 24. Die Landvogtey Gilgenbera.

Dieſe nicht weitlaͤufige Herrſchaft grenzet an dieVogteyen Thierſtein und Dornach , an das Ziſchoͤfliche Amt Zwingen, und die Vaſelſche Vogtey Wal-denburg. Dieſe Herrſchaft ſtuhnd dem Hauſe vonRamſtein als ein Lehen des Biſtums Baſel zu.Rudolf von Ramſtein ſtarb Lo. 144. Er konntees aber bey dem damaligen Biſchof von Baſel dahinbringen, daß er ſeinen naturlichen Sohn, HansBernhard, mit Gilgenberg belehnte. Dieſer vondem Kayſer Maximilian in den Ritter-Stand Er-hobene nannte ſich Freyherr von Ramſtein zu Gil-genberg . Er verkaufte das Schloß Lands⸗Kron

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