7 ⁰ Der Canton Solothurn.
an Peter Reichen von Reichenſtein; war auch Vur—ger zu Solothurn . Sein Sehn Immer nahmdas Buͤrger⸗Recht zu Baſel an; er erhielt aberdoch im Jahr 1466. für ſich, ſeine Nachkommen undſeine beyden Schloͤſſer Gilgenberg und Buͤren , vonder erſtern Stadt ewigen Schuz. Von Baſel wurdeer zum Bürgermeister erwaͤhlt; weil er aber, waͤh-rend dem Schwaben ⸗Krieg, einen fuͤr die Eidgenoſ—ſen ſehr nachtheiligen Brief⸗Wechſel mit Kayſer Ma-rimiltan, unter dem Namen Pfetfer-Hans, unter-hielt, mußte er nach deſſen Entdekung in die Oeſter-reichiſchen Lande entweichen. Ao. 1527. hat er anSolothurn die Herrſchaft Gilgenberg mit aller Ge-rechtigkeit fuͤr 5900. Gulden verkauft. Der Standbat ſie von dieſem Zeit⸗Punct an durch Landvoͤgteregieren laſſen.Sie begreift:
Gilagenberg. Dieſes Schloß und Wohnung derLandvögte ſteht auf einem ſteilen Felſen; ringsumher iſtes mit Bergen und Anhoͤhen eingeſchloſſen. Die Herrenvon Ramſtein waren in dem 1aten Jahrhundert deſſenErbauer; es ſtuͤrzte Ao. 1356. in der groſſen Erd⸗Erſchuͤtterung ein. Das neue Gilgenberg , welches bald nach—her erbauet wurde, ſollte alle Erſchütterungen aushalten.Man gab den Mauern eine Dike von 14. Schuh. Inden Oeffnungen derſelden bey den Fenſtern koͤnnen zehenPerſonen an einem Tiſche ganz raͤumlich ſpeiſen und be—dient werden. Aunſtatt der Dillen legte man groſſe unddike gevierte Eich-Baͤume ein. Die Straſſe zieht sch vonder Ebene bis zu dem Eingang in das Schloß ſchneten-weiſe.
Oberkirch . Ein Pfarr⸗Dorf; ehedem eine Filial vonLaufen in dem Canton Baſel. Unter der Pfarre ſtehetNunigen oder Numigen; ein groſſes Dorf an denGrenzen der Landſchaft Baſeſ. Es wird allda ein guterGips