Kosten des Fiseha-Dagnitz-Aquäductes,
Kosten des Grund-envorbs.
Gosmmntkostcn.
Der Fischa-Dagnitz-Aquäduet wird, wie bereits erwähnt, weder die gross-artigen Arbeiten aufzuweisen haben, welche für die Werke von New-York, Marseille und Glasgow erforderlich waren, noch wird er derselben ausserordentlichen Dimensionenbedürfen, und in Folge dessen mit einem bedeutend geringeren Kostenaufwand auszu-führen sein.
Die Baukosten desselben sind auf Grundlage von vollständigen Vorarbeiten inallen Einzelnheiten festgestellt, und werden mit Einschluss der Brücken, Durchlässe,Thalüberschreitungen, Kreuzungen von Gewässern etc. — alles solide und auf dassorgfältigste von Stein, Ziegeln, hydraulischem Kalk und Eisen liergestellt — imGanzen 4 , 435.000 fl. Ö. W. oder durchschnittlich nicht mehr als fl. 788.500 pr. Meilebetragen, also weit unter den Kosten der in den letzten 25 Jahren anderwärts aus-geführten Aquäducte bleiben.
Zur Sicherung gegen eine etwaige Ueberschreitung dieses Vor-an b cdi lag es werden die bündigsten Garantien offerirt.
Auch die Kosten des Grunderwerbes und der Expropriation halten sich inner-halb mässigcr Gränzen, weil der Acjuäduct bei Entwurf des Werkes in dem grösstenTheil seiner Länge unter der Terrainhöhe gehalten ist, so dass weder die Communi-cation noch die Bewirthschaftung der Felder irgendwie gestört wird.
In den meisten Fällen dürfte die Einlösung eines Streifens von 5 Klft. Breitevollständig genügen.
Im Ganzen berechnen sich die Kosten des Fischa-Dagnitz-Aquäductes wie folgt:
Erbauung des Aquäductes summt Brücken, Thalübersetzungen,
Durchlässen, Luftschachten, Ablasscanälen, Schützen etc. circa
5% Meilen lang, wie oben. 4,435.000 fl. Ü.W.
Einlösung des Grundes, Entschädigungen u. dergl., nachMassgabe der landesüblichen Verhältnisse und den in letzterer Zeitbei Eisenbahnen gemachten Erfahrungen berechnet — mit Rücksichtaut das äusserst wohlfeile Terrain des Steinfeldes, durchschnittlich
höchstens 60.000 11. per Meile, oder für 5% Meilen. 337.500,,
Zusammen als Gesammtkosten des Aquäductes . . . 7,772.500 fl. Ü.W.
V ie bereits erwähnt, ist dabei vorausgesetzt, dass man bei Anlage des Aquä-ductes sich nicht strenge aut den ermittelten Minimalbedarf von 1,000.000 Eimer perlag beschränken, sondern sogleich derartige Einrichtungen treffen wird, um jedenfallsein \ iertheil mehr, also 1,250.000 Eimer, der Stadt zuleiten zu können.
Die h lirsorge für die Zukunft gebietet es, auch die Versorgung der Ortschaftenunmittelbar vor den Linien der Stadt nicht ausser Acht zu lassen, und das Interesseder städtischen Gemeinde erleidet um so weniger durch diese Voraussicht eine Beeinträch-tigung, als die Kosten einer solchen Anlage im ^ ergleiche zu der vermehrten Leistungs-fähigkeit derselben nur unbedeutend nnwachsen.