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Einmal dieser Aquäduct hergestellt, wird das Wasser allein und ohne Bleibender Werthirgend welche Maschinenkraft zur Stadt fliessen, und daselbst" in einer nutzbaren eines Aquaductes.Höhe von 200 Fuss, also etwa 60 Fuss höher als die MatzleinsdorferLinie, anlangen.
Damit ist die Versorgung Wiens für alle Zeiten und ohne fortlaufendeBetriebskosten s i c h e r g e s t e 111.
Der Aquäduct von Marseille steht seit Jahren, der von New - York seit Bezugnahme auf an-
16 Jahren, der von Dijon über 20 Jahre in beständigem Gebrauch, ohne dass die Ver- deiv ' eitl 8 e Bifah-
11 rungen.
sorgung dieser Städte jemals unterbrochen oder gestört gewesen wäre.
Montpellier empfängt mit der grössten Regelmässigkeit seinen Wasserbedarfdurch einen Aquäduct, welcher im Jahre 1765 eröffnet, bis zum Jahre 1840 keinerleiReparatur bedurfte.
Rom bezieht einen namhaften Tlieil seiner Versorgung durch den vom KaiserAugustus erbauten, im Jahre 1694 restaurirten Aquäduct Paola, welcher nun abermalswährend mehr als 250 Jahren ohne Unterbrechung seine Functionen erfüllt.
Die Residenzstadt Wien wird, sobald der Fischa-Dagnitz-Aquäduct einmalzweckentsprechend ausgeführt ist, ebenfalls den nämlichen bleibenden Vortheil gemessen,und wird in gleicher V r eise für alle Zeiten eine ununterbrochene, reich-liche und vortreffliche Wasser-Versorgun g sich gesichert haben.—
Auf einem geeigneten hohen Puncte vor der Linie mündet der Aquäduct in Bas Vertlieilmigs-ein Vertheilungs-Reservoir, von welchem aus das Wasser durch Röhrenleitungen Reservoir,nach verschiedenen Seiten hin in die Stadt abgeleitet wird.
Der zweckdienlichste Platz hiezu erscheint das Plateau oberhalb Meidling ,rechts von dem Uebergange der Reichsstrasse über die Südbahn .
Dies Vertheilungs-Reservoir hat gewissennassen als Regulator zu dienen, unddas Gleichgewicht zwischen dem constanten, regelmässigen Zuflusse durch den Aquäductund der zu verschiedenen Zeiten sehr ungleichen Wasser-Consumtion in der Stadt auf-recht zu halten.
Der Wasserverbrauch einer städtischen Bevölkerung ist nämlich sehr verschie- Wechselnder Wasser-den, und concentrirt sich beinahe ausschliesslich auf die Tageszeit, während bei ÜSTacht ^
ein nur geringes Quantum verwendet wird.
Für den Privatgebrauch wechselt das Quantum sogar in den Tagesstunden, istdes Morgens am grössten, nimmt gegen Mittag ab, steigert sich wiederum am Nach-mittage , und hört endlich Abends gänzlich auf. Diese Differenzen werden allerdingsdadurch ausgeglichen, dass nach den bisherigen Einrichtungen zu jedem Hause einconstanter Zufluss bestand, und ein Bassin oder Kübel die zeitweiligen Uebersehüsseaufnehmen musste.