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Wien's Wasserversorgung : eine Denkschrift ... / Aug. Fölsch und Carl Hornbostel
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Je melir der Bedarf zunimmt, und je näher derselbe dem Gesammt-Quantum desin 24 Stunden durch den Fischa-Dagnitz-Aquäduct zugeführten Wassers gleichkommt,um so vollständiger wird auch der nächtliche Zufluss mit verwerthet werden müssen,eine um so grössere Ausdehnung ist also für das Vertlieilungs-Reservoir erforderlich.

Es wird desshalb sofort die Anlage eines Reservoirs für 100.000 Eimerbeantragt, und ist dasselbe so einzurichten, dass es späterhin jederzeit ohne Un-bequemlichkeit nach Erforderniss weiter ausgedehnt werden könne.

Das Vertlieilungs-Reservoir hat zugleich mit den drei jetzt bestehenden kleinen Function und BauartBassins der Kaiser Ferdinands-Wasserleitung*) die Function, für aussergewölmliche des Reservoirs.Fälle eine bedeutende Wassermenge in Bereitschaft zu halten. Dasselbe wird selbst-verständlich überwölbt, mit Erde überdeckt und gegen die Einwirkungen der Tempe-ratur vollständig geschützt sein.

Ein Abflusscanal, welcher durch die Meidlinger Hauptstrasse in das Wienflüsschenzu führen hat, wird die Möglichkeit darbieten, die überflüssigen Wassermengen abzu-leiten und hinzeine Theile des Reservoirs nach Erforderniss gänzlich trocken zu legen.

Von dem Vertlieilungs-Reservoir führen vier Hauptleitungen von 30 Zoll Röhrenleitungen,innerer Weite zur Stadt, verzweigen sich dort in verschiedeneITaupt-Röhrenstränge,und versorgen ein vollständiges Röhrennetz, dergestalt, dass aus demselben jedes Hausin irgend welchem Theile der Stadt mittelst einer Privat-Leitung die gewünschte Wasser-menge für den häuslichen Bedarf oder für industrielle Zwecke entnehmen könne, unddass ferner die öffentlichen Auslaufsbrunnen, die Wechsel zur Besprengung der Strassenund zur Feuerlöschung, die Springbrunnen etc. überall und fortwährend unter entspre-chend hohem Drucke reichlich gespeiset seien.

Wo bereits Röhren der Kaiser Ferdinands-Wasserleitung liegen, werden die- Benützung der be-selben selbstverständlich benutzt und mit den Hauptleitungen verbunden. rats votI ' an(lencn

Es wird jedoch nöthig sein, das bestehende Leitungsnetz mit Röhrensträngen Kiihrcnleitlul 8' en -von grösserem Durchmesser zu durchziehen, um deren Leistungsfähigkeit dem bedeutendvermehrten Wasser-Quantum anzupassen.

Kleinere Röhren unter 4 Zoll innerer Weite würden nur für kürzere Strassen-längen zur Verwendung kommen.

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Es wäre empfehlenswerth, derartige Einrichtungen zu treffen, dass die höher gele-genen Stadttheile durch ein gesondertes Röhrennetz direct aus dem Vertheilungs-Re-servoir gespeiset würden, damit für diesen Zweck die grösste Druckhöhe unterallen Umständen vollständig erhalten bleibe.

*) Diese drei Reservoirs der Kaiser Ferdinands-Wasserleitung sind:

Eines zwischen derWähringer und Hernalser Linie. 2500 Eimer fassend,

ein zweites bei der Lerchenfelder Linie. 6000

das dritte bei der neuen Westbahu-Linie. 18.000

zusammen also... 2(j.500 Eimer fassend.