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Yorwort.
für nur bei einfacheren Lagerungsverhältnissen, als wir sie gerade in der Tödi-A Y i n d gä 1 le n - Gr up p e linden. (Auf einer vorzüglichen Karte mit Yertikalbeleuchtungin 1:25000 ist es Escher v. d. Linth gelungen, die Sentisgruppe in manchen Par-tien ziemlich vollkommen darzustellen. Die Karte des Jura von Thurmann, sowiediejenige des Pilatus von Kaufmann in 1:25000 dürfen hier als ausgezeichneteLeistungen in dieser Richtung ebenfalls nicht unerwähnt bleiben.)
Für eine Gegend, wo sehr verschiedene Gesteine und Formationen Amrkommen,sollten die Farben, mit denen dieselben in der Karte bezeichnet sind, schon dieBeziehungen der Gesteine zu einander ausäriicken. Dann wird auch das Farben-bild ein harmonisches, den natürlichen Verhältnissen entsprechendes sein. Soll dasBild rasch richtige Gedanken und Vorstellungen in uns erzeugen, d. h. soll dieKarte sich leicht lesen lassen, so darf der Gefühlseindruck im Auge der Verstandes-erkenntniss nicht widersprechen. Leicht erkennbare Gesteine oder Schichten sollenauch durch die Farben in der Karte stärker in die Augen springen.
Es lässt sich wohl im Allgemeinen ein Farbenschema für geologische Kartenaufstellen, allein im Einzelnen muss es modificirbar sein, wenn wir nicht oftein Farbenbild schaffen wollen, das widernatürlich ist. So waren z. B. in meinerKarte Taf. I verschiedene Abweichungen von dem Farbenschema der schwei-zerischen geologischen Commission nothwendig: Es war unmöglich, alle Varia-tionen der krystallinischen Schiefer lückenlos festzustellen und in der Karte einzu-tragen. Der enge Zusammenhang dieser Gesteine aber, die vielfachen Uebergänge,die im Ganzen gleichförmige Lagerung bestimmten mich, alle krystallinischen Schiefermit der gleichen Grundfarbe anzulegen, und in dieselbe nur noch durch eine zweiteFarbe genauere Bestimmungen einzutragen, so weit die Beobachtungen dazu aus-reichten. Vertikale, schiefe oder horizontale Streifen zum letzteren Zweck vermiedich vollständig, denn sie verderben das Bild sehr. Nur Punkte in massigen Ge-steinen oder dann kurze gebrochene Linien bei schiefrigen oder geschichteten inder Streichrichtung oder in dem Verlauf des Ausgehenden der Schichten gezogen,halte ich für passend. Es gibt Gegenden, auf deren Karten es am Platze ist, demFarbenschema der geologischen Commission entsprechend, Diorit dunkelsaftgrün zubezeichnen. In der Tödi -Gruppe geht aber Diorit aus Hornblendegneissen hervor undliegt plattenförmig concordant zwischen solchen. Dem entsprechend wählte ich eineden Hornblendegneissen (roth mit blauen Strichen) verwandte Bezeichnung, in welcheraber die massige Entwicklung entgegen der schiefrigen ausgesprochen liegt (roth mit