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Handbuch der Mineralogie : nebst einer kurzen Abhandlung über das Vorkommen, über die Bildung und Benützung der Mineralien, und einer Anleitung, dieselben zu bestimmen / Sigmund Caspar Fischer
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Silberhornerz.

(Hexaedrisches Perl-Kerat. Hornsilber. Hornerz. Chlorsilber.)

Das Silberhornerz krystallisirt in Hexaedern für sich allein,oder in Verbindung mit dem Oktaeder und einkanrigen Terragonal-Dodekaeder ; die Combination ist tessularisch; es findet sich auchkrustenförmig, von kaum erkennbarer, zuweilen stängliger Zusam-mensetzung ; ferner derb, wo die Zusammensetzungsstücke theils kör-nig , theils stänglig, unvollkommen und zuweilen gebogen sind.

Lheilbarkeit ist nicht vorhanden, der Bruch ist mehr und we-niger vollkommen muschlig.

Harte . .1,0 — 1,5, es ist geschmeidig.

Eig. Gew. 5,552, weiße Varietät aus Peru .

Das Silberhornerz ist durchscheinend bis schwach an den Kan-ten durchscheinend; es hat einen Fettglanz, der in den Demant-glanz geneigt ist, und oft sind Bruchflachen glänzender als Krystall-flachen; die Farbe ist perlgrau, einerseits ins Lavendel-oder Viol-blaue, andererseits ins Graulich-, Gelblich-, und Grünlichweißeund ins Zeisig-, Spargel-, Pistazien-und Lauchgrüne verlaufend,mit der Zeit aber verdunkeln sich die Farben und werden braun;der Strich ist glänzend.

Das Silberhornerz ist unter Entwickelung von Salzsäure ander Flamme eines Lichtes schmelzbar; es reduzirt sich aus der Kohlevor dem Löthrohre zum größten Theile, und tritt sehr leicht in denregulinischen Zustand, wenn es auf angefeuchtetem, reinem Eisenoder Zink gerieben wird; es ist unauflöslich in Salpetersäure undim Wasser; die chemischen Bestandtheile desselben sind und zwar

des Silberhornerzes

aus Sachsen ,

aus Peru .

76,0 Silber,

7,6 Sauerstoff,

16,4 Salzsäure,

0,0 Eisenoxyd,

0,0 Thonerde,

0,0 Schwefelsäure. Klapr.

67.75

6.75

14.756,00

1.750,25

oder

75,34

24,66

1 Atom Silber

2 — Chlor.