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Handbuch der Mineralogie : nebst einer kurzen Abhandlung über das Vorkommen, über die Bildung und Benützung der Mineralien, und einer Anleitung, dieselben zu bestimmen / Sigmund Caspar Fischer
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steiermark im körnigen Kalksteine. Der Graphik findet sich auch inTyrol, Salzburg, Piemont, in mehrere» Gegenden von Frank-reich, in Spanien, Norwegen, Amerika . Im Steinkohlengebirgefindet er sich bei Cumnock in Ayrshire.

Aus dem Graphite werden Bleistifte zum Schreiben, undSchmelzgefäße, besonders für die beim Münzwesen vorkommen-den Operationen, verfertiget. Man bedient sich dessen auch zumAnstreichen eiserner Oefen, eiserner Gitter, und zur Vermeidungder Reibung bei Maschinen ; auch als Heilmittel wird er gebraucht

. B e r 11 st e i n.

Der Bernstein ist ein Larz, welches bei der Destillationeine eigene Saure, die Bernsteinsänre, gibt;

seine Harte ist 2,0 — 2,5 ;

das eig. Eew. 1,0 — 1,1.

Bernstein.

(GelbeS Erdharz. Suecinit.)

Der Bernstein kommt unregelmäßig gestaltet in Kör-nern vor.

Er hat kessle Thcilbarkeit und einen muschligen Bruch.

Harte . . 2,0 — 2,5, er ist wenig spröde.

Eig. Gew. 1,081, einer honiggelben Varietät.

Er ist durchsichtig bis durchscheinend; er hat einen Fettglanz;seine herrschende Farbe ist gelb, welche ins Rothe, Braune undWeiße verlauft; der Strich ist weiß.

Der Bernstein nimmt, isolirt gerieben, Harzelektrieitätan, brennt mit einer gelben Flamme, verbreitet dabei einen ange-nehmen Geruch, und hinterläßt einen kehligen Rückstand; in er-wärmtem Alkohol ist er auflösbar, doch schwierig.

Der Bernstein stammt ohne Zweifel aus dem Pflanzenreicheab. Dieß beweisen vorzüglich die Insekten und andere organischeKörper, welche er nicht selten eingeschlossen enthält. Er findet sichin den Lagern der harzigen Steinkohle (bituminöses Holz), auswelchen er an den Küsten des Meeres ausgewaschen und dann ausrgeworfen oder ausgefischt wird.