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Rautengewächse.
Act, vor dem Ausblühen etwas überhängend. Eine sehr kurze und dichte Behaarungüberzieht alle Theile der Pflanze, nur an den Blüthenstielen und Hüllkelchen ist sielanger.
Im südlichen Gebiete an Felsen und Mauern, in der Gegend von Nizza häufig, bei Genua häufig auf den Mauern all» Cava: Bertol. (in Dalmatien und auf den Inseln, wo sie Hostangiebt, wächst nur folgende). März, April. 2p.
4800. b. ' E. veneta W. venetianifche W. halbstrauchartig, Dolden viel-strahlig, so wie die zahlreichen achselständigen Blüthenstiele zweitheilig, Hüllchen zu-sammengewachsen, muschelförmig, Drüsen 3eckig, vorn ausgeschweift, gclbgrün (trocken:olivenbraun!). Fl. germ. p. 763.
Bei der großen Veränderlichkeit in der Form der beiden Arten bleibt außer derFarbe kein sogenanntes „schneidendes" Kennzeichen übrig, durch welches man beide zutrennen vermöchte. Im Allgemeinen ist die Dolde bei E. Characias kürzer, doch liegtmir auch ein Exemplar von Castell a mare vor, bei dem sie schon in der Blüthenzeitlänger ist, als bei der fruchttragenden E. veueta. Die Hüllchen sehe ich an E. Cha-radas ausgezeichnet Muschel- oder beckenförmig vertieft und mehr trichterförmig bei derE. veueta, wo sie weiter geöffnet erscheinen, doch ist auch dies nicht gleich. DieGröße der Blüthen bietet, sobald man Exemplare bis zu Hunderten vergleicht, gar kei-nen Unterschied dar, die Drüsen unterscheiden sich im Leben durch die Farbe, indem siebei der E. veneta gelbgrün sind, aber sie werden im getrockneten Zustande oder nachdem Abblühen olivenbraun, daher sind die Worte von Wulfen und Host zu erklären,„color primum saturate flavus, serius atro-rubens, allerdings richtiger: olivaceus."
Der Name E. veueta ist so zu erklären, wie der oft gebrauchte Name „germanica“für Gewächse, welche in dem ehemaligen Deutschland wachsen. Die venetianifche Re-publik umfaßte einst die Districte, in denen die schöne Pflanze wächst, und da keinZweifel obwaltet, daß sie dieselbe ist, welche Willdenow so genannt hat, so liegt keinGrund vor, ihren Namen zu ändern, wenn sie auch nicht unmittelbar bei Venedig vorkommt.
In den Spalten der Kalkfelsen am südlichen Littorale und auf den Inseln, so wie durchganz Dalmatien . März, April. 2p.
Mercurialis T, L. Bingelkraut. Blüthen ein- oder zweihäusig. Kelch drei-theilig. Blume 0. Staubgefäße 9 — 16. Beutel mit fast kuglichen, getrennten Fä-chern-, in der weiblichen Blüthe meist 3 Staubfäden ohne Beutel. Pistill: 2 Frucht-knoten, Griffel 2theilig, inncrseits befasert, Kapsel 2fächrig, Saamen umgekehrt ei-förmig.
4801. M. annua L. jährigeS B zwölfmännig, Stengel ästig, Blätter eirundlänglich, oberste lanzetlich, gleichmäßig gesägt und gewimpect. EI. germ. p. 764.
Stengel 4kantig, 1 — 2 Fuß hoch, auf fetterem Boden mit mehcern Astpaaren,auf dürrem Boden einfach, auch zweiästig, männliche Blüthen in langen Aehren, un-terbrochen geknauclt, weibliche meist paarig, achselständig, Fruchtknoten borstig, Griffelmit wenigen, entfernt stehenden Fasern, Saamen undeutlich gekörnelt.
Auf bebautem Boden, Schutt. Juli — Dezember. O-