SAIGON UND CHOLON.
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lagen nach dem zum voraus bis ins Einzelne festgestellten Plane Herzlichkeit, aber Zurückhaltungzu Grunde. Politische Manifestationen wären hier nicht am Platze gewesen. .
Es ist hochinteressant zu sehen, wie die Franzosen es verstanden haben, die ein-geborene Bevölkerung in kurzer Zeit zu einem ausgezeichneten Soldatenmaterial heranzub.lden,das sich der Disciplin willig fügt, ungemein tapfer und den Instructoren ergeben ist sich aus-gezeichnet für die schweren Anforderungen eignet, die der Krieg mr indochinesischen Dschungelstellt und obendrein noch viel billiger zu stehen kommt als der Unterha t .von Truppen aus dem
’ ah i- , ,• zwerehaften, weibischen Soldaten mit ihrem mon-
Mutterlande. Allerdings machen die etwas zwergnai ,
golischen Gesichtsschnitt und ihren Chignons auf den ersten Blick einen seltsamen Eindruck.Bie drillenden Weissen tragen die gewöhnliche Marineumform, die Eingeborenen dagegen blaue
. _ . . . die Snitze des Strohhutes ist mit Kupfer verziert.
Blusen mit Gürtel, dazu weisse Hosen, d P „ . ., r .. ,
’ .. •. RHbehaltung der Rassenmdividualitat die Eingeborenen
Die Franzosen vermögen nur mit tfeinenaiuu ö . * .
, .. _ . Qvffillpn der für den zukünftigen Kampf in Asien den
mit dem nothwendigen Corpsgeist zu erfüllen, aer m ö *
lin rl in Afrika Europäer (Russen ausgenommen) nurColonisatoren unumgänglich ist, da dort und m a um v 6 '
, , . ,1 u Tapferkeit der eingeborenen Soldner sich wirth-
mit dem Blute der Sipalus und durch die lapierKu 0 . . .
„ _ V o ,.u„ n Stande sind. Aehnlich wie man 111 Algier mit
schaftlich werthvolle Besitzungen zu erwerben im sianuc ö
A , , t co versprechen auch die abendländisch gedrillten Anna-
Vortheil Cadres aus Arabern gebildet hat, so verspreuw 0
. at £cv uUoU 711 liefern und haben solche auch schon öfters ge-
miten glänzende Beweise ihrer Vortrefflichkeit zu lieiern .. . f
ö . r , , . . ,, „„ 1in ter erfahrener Leitung zur Ehre der französischen
geben. Ohne Zweifel würden sich dieselben unter cna l &
& ,, , , ,, r iic wozu die Möglichkeit immer vorliegt, Verwicke-
Fahne gegen Gorkhas und Sikhs schlagen, falls, wozu 0 6
lunuen im siamesischen Rayon ausbrechen sollten. . ,. , r ,
& , . , c Uoton die sich eifrig die Sprache ihres Commandos an-
Ein Umstand gereicht diesen Soldaten, die sich t, v .
• , •, „nothKrhen französischen Heer so lange wie nur möglich
zuekrnen und dann in dem ihnen sympathiscnen n<u 0 , . n &
zueignen mm ucu j r dem relativen Wohlleben, bei Gagen von
zu verbleiben trachten, zum Vorwurf: sie arten UDei •
, • j inn schliesslich ihren Abschied bekommen, sind sie
16 Mark monatlich, bald aus, und wenn sie dann seu , , ,.
r . , a . • • m 1 * ru „nd trehen unter die Piraten. Diese letztem, d. h. die
für friedliche Arbeit nicht mehr tauglich und geneu
. , . , , , . , i- crwenannten „Schwarz“- und „Gelb*-Flaggen, werben
chinesischen Auswanderer, bekannt als die sogenauu „ ... , v ■ 7
, . halbwegs mit der europäischen Kriegskunst vertraut
mit Freuden Mannschaften an, wenn diese nur naiDwe . t f
. , tt ca npn unter der einheimischen Bevölkerung stutzen, vermögen
sind. Indem sie sich auf die Unzufriedenen unter uei & 6
, . , -n • 1 kostspieligen, endlosen Guernllakrieg zu fuhren,
sie einen für das junge überseeische Reich recht hostsfi * , &
] • j 1 „ r7Pn 7 eit seit der Besitzergreifung schon über 700 Millionen
Tonkin hat die Sieger in der kurzen zeit _ & & , , , . , ,
^ 0 jfpcer Summe ist bisietzt aus den Jahreseinnahmen des
Franken gekostet. Der grösste Theil dieser . , . , , . , .
A 3 , . , . , rr , Anmms bestritten worden. Nichtsdestoweniger lohnt es
reichen Cochinchina, der Kornkammer Annams, 0 .
’ rieten und zu disciphmren, als sich auf die Fremdenlegion
sich mehr, die Eingeborenen auszurusten uim ^
’ . • ^ traurigen Ruf geniesst, da man m sie die verächtlichsten,
zu stützen, die in gewissem Grade einen L ö ( . n ,
Fnropas und Amerikas aufnimmt. Diesem Corps, das auchunzuverlässigsten passlosen Elemente fcuropa^, 1
& . A ,, , rnn Deutschen besteht, vertraut man zum Iheil die Ver-
aus einer ansehnlichen Anzahl von ucu
, ., . , ;„m,-(rcten Grenzdistncte an! Wurde es sich da nicht empfehlen, aus
theidigung der strategisch wichtigsten ui , „ . . , t T , ,
5 ö pmiinninen aus Birmanen, Japanern oder Zulus besondere Heeresabtheilungen
den Tagalen von den Philippinen, . r , , . . . , 0
, , ö . „i or . o-erathen wird? Deutschland hat seit 1871 ein wachsames Auge
zu bilden, wie von manchen gera . °
r T , T - ' An nn den Küsten des Stillen Oceans , und wer weiss, ob es im Falle
für die Lage der Franzosen an neu 1 .
T7 • o-erade auf diese Besitzungen seiner Gegner reflectiren wird. Um so
eines neuen Krieges nicht gerauc ö
anormaler ist es ausser Acht zu lassen, aus welchen Elementen sich die „Legion etrangere “ zu-sammensetzt von denen seitens der sie anwerbenden Behörden nur physische Widerstandskraftgefordert wird, während man die Vergangenheit der Angeworbenen mit Bewusstsein ignorirt.