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„Zur Verbesserung der Chausseen hat man ungeheure werke angelegt. Ihrezahl ist so grofs, dafs die Unterhaltung davon den Brücken- und strafsenbaufondfast ganz erschöpft, (dies ist gerade der Fall im Königreiche Baiern, wo eine mengeChausseen parallel laufen und wo ihre Länge über z.wey tausend stunden beträgt!) Inallen Provinzen sind strafsen, wovon das Publikum keinen vortheil ziehen kann, weildie Brücken wegen des Kostenaufwandes noch nicht erbaut sind. Nur durch die Er-öffnung von Wasser - communikationen wird man diese Unterhaltungskosten vermin-dern und den Fond vermehren.
„Fast in jedem Lande hat man sich bemüht, diejenigen Flüsse, welche sich ingröfsere ergiefsen, schiffbar zu machen wie oben erwähnt worden ist; wo von denprojectirten Kanälen gehandelt wurde. Indessen haben die gröfsten Flüsse als dieseine, Loire, Garonne und die Rhone , welche durch den inneren und auswärtigenHandel so wichtig sind, durch die Verstopfung ihrer Mündungen von ihren Nutzen-verlohnen, weil, dadurch der wechselseitige verkehr der Provinzen und der auswärti-ge Handel Frankreichs gestört werden. Bald wird man sagen können, dafs die Som-me bey St. valery, die Loire bey Nantes, die Garonne bey Bourdeaux und die Rho-ne in den Ebenen von Arles der Schiffahrt verschlossen sind. Die Marinebedürfnissewurden im Jahre 1705 . fast zwey Monate lang bey Arles aufgehalten, ein iiochge-Wässer der Rhone machte sie erst wieder flott, eine leidige Hülfe! weil durch siedie Ursache des uebels die Verstopfung der Mündung des Flufses vermehrt wird. Diemittleren Flüsse befinden sich in einem noch schlimmem zustande, und büssen täg-lich in ihrer schiffahrts - Fähigkeit ein.- “
„Wenn man auch diesem uebel bey den gröfsern Flüssen abgeholfen haben wird,so werden die kleinern immer noch viel zu schaffen machen. Die vielen an kleinenFlüssen angelegten Mühlen sind dem Lande sehr schädlich, weil sie daran schuld sind,dafs die Eigenthümer die Dämme und wegc erhöhten. Durch die Erhöhung der Fach-bäume hat man die Ebenen unter wasser gesetzt, dadurch Krankheitsstoff erzeugt,und die Bewohner genöthigt, einen Boden zu verlassen, den sie nicht mehr bebauenkonnten. Aber diese dadurch erzeugten Dünste und gefährlichen Stoffe pflanzen sichweiter fort, sie verdichten sich in der Luft, und werden vom winde nach den be-nachbarten Gegenden getrieben, so wie die Dünste, welche aus den pontinischen süm-pfen emporsteigen, ihren Einflufs bis nach Rom erstrecken. Daraus entstehen epide-mische Krankheiten, die oft viel Unheil stiften, ehe man noch deren Symptomenkennt. Ein Mehreres von den erschrecklichen Folgen solcher Ansteckungen findet manin den werken des Grafen Martin carburi von ceffalonien , wo derselbe von seinen Ar-beiten an den zum Andenken peter’s des Grofsen errichteten Monumente Erwähnungthut. “
„ Die' ufer - Besitzer haben überall der rlufs - Schiffahrt mit Anlagen geschadet,und es scheint, dafs die schönsten Flüsse hierunter gelitten haben. Bald sind es die