Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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Grundpfähle oder Bauwerke, welclic man zur nerbeyZiehung von Anhägerungen an-legt; bald nxühlen deren Fachbäume man mehrmals erhöhte, tim sich ein gröfsereswassergefäll zu verschaffen, bald unterbricht man den Leinpfad, und setzt dadurchdie Schiffer so wie ihre Kähne und ziehpferde einer beständigen Gefahr aus. Baldwerden die fruchtbarsten Ebenen durch Wasseraufstauungen überschwemmt, welchedem Ackerbau und der Schiffahrt gleich schädlich sind. Alle diese uebel sind be-kannt, und die Beschwerden darüber hört man täglich. Ixrsbesondere ist der Flufsbey Eordeaux in diesem Falle. Der Leinpfad bey vivarois hat nicht mehr die nor-malmäfsige Breite, die ziehpferde müssen oft durch das Wasser gehen, und ein gro-sser rheil derselben krepirt. Die an verschiedenen stellen durchbrochenen ivlione-dämrne hindern den waarenzug an mehrern orten, die Mühlen der Quarantaine zuLyon , die Ruinen der Brüche von yienne, die Felsen bey st. Audert und valcnce ver-mehren die mit dieser Schiffahrt verbundenen Gefahren.

Auch in England versanden die Flüsse. Die Themse , saverne, iviersey und Trenthaben stets an Seichtigkeit zugenommen. Während längs und über den kleinenund mittleren Flüssen hin mehrere Millionen kostende canäle angelegt sind, hat manwenig zur Verbesserung der Flüsse gethan und sie-nur als Mühlwässer benutzt.Sie überschwemmen daher auch jährlich grofse Bezirke und führen die uferlandefort.

In Spanien hat der Guadalquivir eine Menge Inseln, Krümmungen und seichtenerhalten und sein Bett ist dergestalt erhöhet, dafs er bis sevilla nicht mehr wie ehe-mals Seeschiffe trägt. Mehrere Flüsse in Spanien haben gleichfalls ihre Betten be-deutend erhöhet.

Noch weit nachtheiliger als in diesen rändern sollen die Flüsse in Portugal fürdie' uferlande strömen, weil ihre Eetten immer mehr mit nies und Sand angefülltworden sind, indem es auch dort an der Anwendung zweckmäfsiger Mittel fehlte.

Die erneuerte Austrocknung der pontinischen sümpfe konnte in Italien blos des-wegen nicht bewerkstelliget werden, weil sich mehrere grofse Familien des Fisch-fanges wegen, dagegen beschwerten. Es erheben sich in diesem schönen Lande dieFlufsbetten auf eine schreckliche Art. Die Etsch , die Acligetto, der Tartaro, derpo mit seinen drey Hauptarmen, der Reno und panaro bilden ein Flufs- und sumpf-chaos, das stets höher steigt, die schönsten Gefilde Italiens bedeckt hat, und nochfortdaurend weite Landstrecken zu begraben droht. Zwischen Bologna , Ferrara unddem Adriatischen Meere bis Aquilcja und dem Isonzato ist dieser Wirrwarr von Bä-chen , Flüssen, Lagunen und sümpfen am gröfsten! Mit ihm wird man zum Theilaus dem iv. und vi. Bande der Raccolta d’autori che tratano del moto dell’ acqueBekanntschaft machen und ich habe nach der im Jahr 1803. itn venetianischen zu-ruckgelegten Bereisung, der oesterreichischen „Regierung, Vorschläge zur Verbesse-rung der Brenta, die seit 50 Jahren ihr Bett über zehn schuh erhöhete und meh-

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