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Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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rere Quadratmeilen oberhalb und unter Padua überschwemmte und mit Sand bedeck-te, so wie zur bessern Leitung des Gorzou und zur Trockenlegung eines Theilesder Lagunen, gemacht. Im venetianischen traf ich damals nirgend Arbeiten / welcheeine vollendete nenntnifs in der Wissenschaft des Wasserbaues verriethen. Die Ca-näle zwischen Este und padua waren verschlammt; der canal Brentella und der rlufsBachiglione waren sich selbst überlassen ; die Dämme längs dem Etschflusse und devBrenta hatten ihre Böschung verlohren. Die Durchlässe, welche zu den Entwässe-rungen dienen, sind mehrentheils zu hoch angelegt, wie ich ausführlich zeigen werde;und die Entwürfe, welche von einem gewissen Herrn Artico gemacht sind, nähmlich:der Brenta ein neues Bett zu geben, würden den Zustand der venetianischen Ge-wässer noch verschlimmern. Man wird gewifs jene Gewässer dadurch verbessern,wenn die Kanäle Ponte - Longo, der Breton und der Taglio novissima di Brenta un-terhalb conce in einem Bette vereinigt würden, um mittelst der vergröfserten was-sermasse das gemeinschaftliche Bett zu vertiefen, folglich auch die Geschwindigkeitzu vermehren, d. i. die Hochgcwässcr schneller abzuführen. Zugleich müfste beyder gemeinschaftlichen Mündung dieser Flüsse, von ihrem linken ufer ab, ein mitSteinen belegter Faschinendamm in das Meer geführt werden, um die längs dem Ge-stade von cbioccia mit Nordostwinden durch die wellen angcschwemmtem Materialienvon dieser Flufsmündung abzubalten. Alsdann w T äre die Brenta von den Lagunen an biscortalora zu reguliren und die Dämme zwey schuh über die höchsten bis jetzt be-kannten Inondationen zu erhöhen. Die piave, der Tagliamento und Torrente di Guabedecken weite Flächen mit nies und Sand, wiewohl dieselben mit Anwendung desFlufsbaues und der in Intalien nicht gekonnter Fascliinenbau - construction verbessertund in ein sicheres Bett eingescblossen werden können.

Auch in oestereicb findet die Erhöhung der rlufsbetten statt. Besonders istes die Donau , die Muhr und der Marchflufs, deren Betten stets höher steigen.Selbst in der Nähe der Hauptstadt der Monarchie strömt die Donau vielarmigter undseichter als sonst wo,und die daraus geführte Ableitung (der sogenannte wiener-canal,ein durch die Leopoldstadt gehender Arm der Donau ) wird von Jahr zu Jahr in derNähe seiner Ein- und Ausmündung seichter, so dafs beladene schiffe bey niedrigenWasserständen ihn nicht mehr, wie ehemals, befahren können. Kurz der Donau -flufs fordert in oestereich und Ungarn baldige hydrotechnische Verbesserungen !

Bayerns Hauptflüsse: der Inn, lccIi, die Isar und Donau , wovon die drey er-stem zu den schnellsten in Europa gezählt werden müssen, haben ihre Betten der-gestalt erhöhet, dafs die ihnen nahe gelegenen Moräste, wovon grofse Bezirke ehe-mals urbares Land waren, jetzt des Wassers nicht los werden können, ohne langeEntwässerungscanäle zu ziehen. Sie laufen wild dahin, und sind in Ihrem jetzigenzustande mehr eine Geisel als eine wohlthat des Landes. Die Isar vereinigt sich sounnatürlich mit dem Donaufiufs, dafs sie gegen denselben anläuft, folglich wenn sie