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düngen der Flüsse befördern, ans wiesen Moräste machen ; ja durch Kunst mit An-wendung bedeutender summen, gemachte Austrocknungen wieder in sümpfe, Morästeund seen umwandeln. Ich könnte liier viele iseyspiele citiren, wenn, sie nicht zuhäufig und dem verständigen Beobachter bekannt wären.
Durch eine vieljährige in einem grofsen Wirkungskreise gemachte Erfahrungüberzeugt, dafs die Wissenschaft des Wasserbaues zum Besten eines Landes schlech-terdings nicht in Ausübung kommen kann, wenn die Regierungen sie mit Gleich-gültigkeit behandeln, dafs es daher für jeden wasserkundigen rflicht sey, in sei-nen Schriften auf diesen umstand die allgemeine Aufmerksamkeit zu lenken und soden Nutzen des Wasserbaues zu verbreiten, will ich noch bemerken; dafs ohneeine zweckmäfsige Geschäfts - Einrichtung, ohne die nach richtigen Grundsätzen derstaatswirthschaft bestimmten finanziellen Mittel und deren Disposition für das was»ser-Brücken-und strafsenbau - Departement in den Bauzeiten, ohne dafs eine Briicken-und strafsenbau-polizey und Gesetze über die Leitung und Benutzung der Gewässer,über die Führung der Canäle, den Austrocknungen u. s. w., die Wissenschaft selbstniemals in der Praxis gedeihen könne. Möchte man bey diesen Bestimmungen we-der dem kleinlichen sinn derer, denen der Patriotismus fremd ist, noch dem Egoismoder den Intriganten Gehör geben.
Das Gewicht dieser Bemerkungen zu vermehren erlaube ich mir eine Stelle aus deram 17 ten September 1807. in dem gesetzgebenden corps zu Paris vom Tribun carrion-Nizzas wegen der Bestimmung eines Gesetzes über'diese Gegenstände gehaltenen Rede an-zuführen. Der Redner sagt: „Nicht blos die Umwälzungen der Natur noch der Ele-mente heftiger Kampf verwandeln die Fluren in Moräste, nein, dazu sind öfters ge-ringe Ursachen hinreichend! Die Nachläfsigkeit der Regierungen; die Unwissenheit derAdministration; die gewöhxdiche Gleichgültigkeit der Staatsbeamten an dem öffentlichenwohl, welche sie der regen Thätigkeit des privatinteresse’s entgegensetzen; die skla-vischen Gewohnheiten, der stolze Dienst - Schlendrian und endlich der hartnäckigeWiderstand, womit die Menschen sich stets und überall dem für sie bereiteten Gu-ten widersetzen. Diefs alles sehen wir nicht allein in Ländern der Barbarey undUnwissenheit, nicht blos in den ehemals blühenden Städten Klein-Asiens noch inKlein- und Grofs - Griechenland, woselbst die xmgesunde Luft manche Verwüstungenanrichtete — und ehemals lachende Aussichten in scenen des Elends und Jammmersumwandelte: nein diese verwandelungen bestehen auch an den ufern unserer xliisse ;unserer Meere, ja in uxxsern Städten — sonst wegen ihrer gesunden Lage berühmt.Aber alles, was schwache oder elende Regierungen während mehreren Jahi'hunder-ten in Unordnung beliefsen, will ein Gouvernement, das seine Kraft fühlt und sei-ne Jugend zu benutzen versteht, bald vom französischen Boden entfernen. Werdaher den angezeigten Hoffnungen und der sie begleitenden Wahrscheinlichkeit traut,der ist davon überzeugt: dafs die aufgeklärtesten Bürger den verbessei'ungen, die